Deutschlandstiftung Integration

Die Deutschlandstiftung Integration wurde 2008 vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Als medienverbundene Stiftung soll sie zur Entstehung eines neuen, vorurteilsfreien Gesellschaftsbildes beitragen und die Integration fördern. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vorsitzender des Stiftungsrates ist der frühere Bundespräsident Christian Wulff.[2][3][4][5]

Deutschlandstiftung Integration
Logo der Deutschlandstiftung Integration
Zweck: Förderung der Vielfalt und Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe
Vorsitz: Vorstand: Christian Wulff, Tanit Koch, Thomas Gauly, Axel Bachmann, Birgit Klesper, Rolf Lange, Annette Widmann-Mauz
Geschäftsführung: Gonca Türkeli-Dehnert
Bestehen:
Stifter: Verband Deutscher Zeitschriftenverleger
Sitz: Wallstraße 65, 10179 Berlin
Website: www.deutschlandstiftung.net

StrukturBearbeiten

StiftungsratBearbeiten

den Stiftungrat bilden[6]

  • Christian Wulff Bundespräsident a. D., Vorsitzender des Stiftungsrates
  • Thomas Gauly Gründer und Managing Partner Gauly Advisors GmbH, Gesellschafter der DSI Deutschlandstiftung Integration gGmbH[7]
  • Axel Bachmann Geschäftsleiter Nachhaltigkeit, Sales/Marketing Coca-Cola European Partners Deutschland
  • Birgit Klesper Senior Vice President Corporate Responsibility Deutsche Telekom AG[8]
  • Tanit Koch Geschäftsführerin n-tv
  • Rolf Lange Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation/Public Affairs EDEKA AG[9][10]
  • Annette Widmann-Mauz Staatministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration

KuratoriumBearbeiten

Mitglieder des Kuratoriums sind:[11]

Angela Merkel ist Schirmherrin der Stiftung. Gonca Türkeli-Dehnert ist Geschäftsführerin.[15]

Ziele und Projekte der StiftungBearbeiten

Die Stiftung fördert mit diversen Projekten Vielfalt in der Bundesrepublik und setzt sich für gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe als Grundlage für erfolgreiche Integration ein. Das Stipendienprogramm Geh’ Deinen Weg, das es seit 2012 gibt, richtet sich an Schüler, Auszubildende und Studenten zwischen 16 und 29 Jahren und soll diese auf ihrem Karriereweg unterstützen. Dabei setzt die Stiftung auf die Mitarbeit von Mentoren aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Sie übernehmen die Rolle des persönlichen Coachs. Zu ihnen gehören unter anderem Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ehemalige CEO von Thyssenkrupp, Heinrich Hiesinger, oder die Journalistin und ehemalige Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel.[16]

Zusammen mit den GEH DEINEN WEG-Stipendiaten hat die Stiftung die Social-Media-Kampagne AuchichbinDeutschland initiiert. Die Ad-Hoc-Kampagne in den sozialen Medien ruft Menschen mit Einwanderungsgeschichte dazu auf, Erfahrungen mit Alltagsrassismus auf einem Fotobeitrag zu dokumentieren. Damit soll eine Diskussion zu den Themen „Deutschsein“ und „Alltagsrassismus“ angestoßen werden.

Der Slogan „zierte“ auch schon die Brust von Fußballern. Zusammen mit der Deutschen Fußball Liga und der Bundesliga-Stiftung organisierte die Stiftung 2012 einen Aktionstag, bei dem die 18 Bundesligisten und ihre Sponsoren einen Spieltag lang auf kommerzielle Werbung verzichteten und stattdessen GEH DEINEN WEG auf ihren Trikots zeigten. Damit bezogen sie Position für die Chancengleichheit für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

2009 wurde die Anzeigenkampagne „Raus mit der Sprache, Rein Ins Leben“ initiiert. In der streckten Prominente mit Einwanderungsgeschichte ihre Zunge raus und warben für das Erlernen der deutschen Sprache.

2019, anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Grundgesetzes am 23. Mai 2019 hat die Deutschlandstiftung Integration in Zusammenarbeit mit Unterstützung des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat sowie in Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz die nationale Öffentlichkeitskampagne „Mein Deutschland. Ich lebe hier auf gutem Grund.“ gestartet.[17] Darin werben Menschen mit Migrationsbiografien für das Grundgesetz. Botschafter für einzelne Artikel oder Absätze sind etwa die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer oder die gläubige Muslimin und deutsche Boxmeisterin Zeina Nassar.

Preise für IntegrationBearbeiten

Die Stiftung hat die „Goldene Victoria für Integration“ ins Leben gerufen, mit der Menschen ausgezeichnet werden, die sich besonders um die Integration verdient gemacht haben.

Preisträger:

Danach wurde die Auszeichnung umbenannt in „Talisman der Deutschlandstiftung Integration“.

Am 14. Mai 2019 erhielt als erste Preisträgerin die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer den Preis für ihre Verdienste um ihre Aufklärungsarbeit als Zeugin der Zeit des Nationalsozialismus.[19]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Deutschlandstiftung Integration – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.deutschlandstiftung.net/die-stiftung/
  2. Die Stiftung. Abgerufen am 20. November 2017.
  3. Bundesregierung | Artikel | Hilfe für einen selbstbestimmten Weg. Abgerufen am 20. November 2017.
  4. Christian Wulff - Ehrenamt für Integration! In: bild.de. (bild.de [abgerufen am 20. November 2017]).
  5. Bundesregierung | Artikel | Ein Gewinn für beide Seiten. Abgerufen am 15. Dezember 2017.
  6. Der Stiftungsrat
  7. Dr. Thomas Gauly
  8. Birgit Klesper
  9. Der EDEKA-Verbund
  10. "Geh Deinen Weg" - Neues aus dem Programm
  11. Das Kuratorium
  12. Agentur Antoni
  13. Coca-Cola Deutschland Personalvorstand Frank Molthan wird General Manager, personalwirtschaft.de 26. Juni 2016
  14. Frank Molthan designierter neuer General Manager – Ulrik Nehammer übergibt Leitung des deutschen Geschäfts, Coca-Cola, Berlin, 10. Juni 2016
  15. https://www.deutschlandstiftung.net/die-stiftung/#c258
  16. https://www.deutschlandstiftung.net/projekte/geh-deinen-weg-programm/
  17. Mein Deutschland. Ich lebe hier auf gutem Grund. In: www.aufgutemgrund.net. Abgerufen am 16. Januar 2020.
  18. Regine Sixt: Preisträgerin „Goldene Victoria 2013 – Integration“
  19. Holocaust-Überlebende Margot Friedländer geehrt. sueddeutsche.de vom 14. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2019