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Der Deutsche Olymp, früher Fahlenberg genannt, bei Wassermühle im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven ist eine etwa 62 m ü. NHN[1] hohe Erhebung im Höhenzug Wingst. Auf ihrem Gipfel befinden sich das Erdmagnetische Observatorium Wingst und der Aussichtsturm Deutscher Olymp.

Deutscher Olymp
Blick von Nordwesten aus Richtung Neuhaus überCadenberge hinweg zum Deutschen Olymp

Blick von Nordwesten aus Richtung Neuhaus über
Cadenberge hinweg zum Deutschen Olymp

Höhe 62 m ü. NHN
Lage bei Wassermühle; Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen (Deutschland)
Gebirge Wingst
Koordinaten 53° 44′ 32″ N, 9° 4′ 34″ OKoordinaten: 53° 44′ 32″ N, 9° 4′ 34″ O
Deutscher Olymp (Niedersachsen)
Deutscher Olymp
Typ Moräne
Besonderheiten Erdmagnetisches Observatorium Wingst
Aussichtsturm Deutscher Olymp

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Der Deutsche Olymp liegt im Nordosten des zwischen dem Land Hadeln im Westen und dem Kehdinger Land im Osten gelegenen Höhenzuges Wingst. Er erhebt sich sanft über den nordöstlich und östlich gelegenen Wingster Ortsteil Wassermühle. Seine Kuppen, Nordost- (62 m) und Südwestkuppe (55 m)[1], sind etwa 100 m voneinander entfernt. Zwischen Observatorium und Aussichtsturm (siehe jeweils unten) liegt auf 53 m[2] Höhe ein trigonometrischer Punkt und auf der Ostflanke der Erhebung der Zoo in der Wingst.

GeschichteBearbeiten

Der Deutsche Olymp entstand als eiszeitliche Moräne des Höhenzugs Wingst. Er bekam seinen Namen im Jahr 1852 von einem Gastwirt, der die zuvor Fahlenberg genannte Erhebung umtaufte.

Erdmagnetisches Observatorium WingstBearbeiten

Auf der Südwestkuppe des Deutschen Olymp steht seit 1938 das Erdmagnetische Observatorium Wingst, das seit 2004 als Außenstation des Adolf-Schmidt-Observatorium in Niemegk vom Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam betrieben wird. Darin werden Betrag und Richtung des Erdmagnetfelds registriert und seit 1944 Kennziffern des magnetischen Störungsgrades bestimmt.[3]

Aussichtsturm Deutscher OlympBearbeiten

Auf der Nordostkuppe des Deutschen Olymp steht der 29 m hohe Aussichtsturm Deutscher Olymp aus Stahlbeton, der seit 1973 einen Holzfachwerkturm an selber Stelle ersetzt. Er war von Herbst 2005 bis Februar 2006 geschlossen, weil die angegliederte Gaststätte Deutscher Olymp verkauft werden sollte, sich aber längere Zeit kein Käufer fand. Ab Sommer 2006 wurde der Aussichtsturm in Kooperation mit der Samtgemeinde Am Dobrock zeitweise geöffnet. 2012 wurde der Turm von der Gemeinde Wingst aufgekauft, um ihn nach Abschluss von Sanierungsmaßnahmen wieder als Ausflugsziel zu öffnen. Seit August 2014 ist der Aussichtsturm wieder geöffnet und verfügt nun über einen Aufenthaltsraum, eine Terrasse, einen barrierefreien Zugang und entsprechende Toiletten und einen kleinen Kiosk.[4]

Ein Aufzug führt zur hinter Glasscheiben befindlichen Aussichtsplattform auf etwa 90 m ü. NHN. Von dort fällt der Blick in das Hadelner und Kehdinger Land, bis an die Elbe und zur Nordsee: Bei entsprechenden Sichtbedingungen kann man die Elbe mit den Schiffen auf dem Weg nach Hamburg sehen. Eine Sichtgrenze im Nordwesten ist Cuxhaven mit dem Fernmeldeturm Friedrich-Clemens-Gerke-Turm und den Doppeltürmen der St. Nicolai-Kirche in Altenbruch. Im Norden sind die Nordsee, die Elbe, die Mündung der Oste und die Küste Schleswig-Holsteins mit den Kernkraftwerken Brunsbüttel und den großen Windparks zu sehen. Im Nordosten bis Osten kann der Verlauf der Oste bis Hemmoor wahrgenommen werden, im Südosten bis Süden sind der Geesthügel Westerberg und der Balksee zu erkennen. Im Südwesten bis Westen ist die Hadelner Marsch mit ihren Ortschaften zu sehen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Deutscher Olymp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Topographische Karte: Deutscher Olymp, auf natur-erleben.niedersachsen.de
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Erdmagnetisches Observatorium Wingst, auf gfz-potsdam.de
  4. Aussichtsturm Deutscher Olymp, Tourismuszentrale Wingst, abgerufen am 21. April 2014 bzw. 2.September 2014 auf wingst.de