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Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) ist eine medizinische Fachgesellschaft mit über 13.000 Mitgliedern. Sie wurde am 10. April 1953 anlässlich des 70. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München als Deutsche Gesellschaft für Anaesthesie gegründet. Gründungsvorsitzender der Deutschen Arbeitgemeinschaft für Anästhesiologie und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie von 1952 bis 1953 war Richard Heinz-Joachim (Jochen) Bark (1918–1963). Laut Satzung hat die Gesellschaft sich die Aufgabe gestellt, „Ärzte zur gemeinsamen Arbeit am Ausbau und Fortschritt der Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie zu vereinen und auf diesen Gebieten die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.“ Der Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg, und die Geschäftsstelle liegt in Nürnberg. Seit 2017 ist der seit 1993 habilitierte[1] Bernhard Zwißler, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der LMU München, DGAI-Präsident. Stellvertreterin ist Thea Koch, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Seit 2019 ist Rolf Rossaint (RWTH Aachen) Präsident des Verbandes.

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
(DGAI)
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Zweck Förderung der Anästhesiologie und Intensivmedizin
Vorsitz: Rolf Rossaint
Gründungsdatum: 10. April 1953
Sitz: Nürnberg
Website: www.dgai.de

TätigkeitenBearbeiten

Der Verein setzt Arbeitskreise zu wissenschaftlichen und angewandten klinischen Fragestellungen der genannten Fachgebiete ein, entwickelt Leitlinien, richtet Fort- und Weiterbildungen sowie Kongresse aus und gibt die Zeitschrift A&I – Anästhesiologie & Intensivmedizin heraus. Daneben vertritt sie (gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V.) die Interessen der Mitglieder gegenüber verschiedenen Institutionen wie Ministerien, Behörden, Ärztekammern und Verbänden und betreibt Öffentlichkeitsarbeit für das Berufsbild des Anästhesisten. Als europäische Fachgesellschaft unterstützt sie die Deklaration von Helsinki zur Patientensicherheit in der Anästhesiologie.

OrganisationBearbeiten

Neben dem Bundesverband existieren 17 Landesverbände. Die Gesellschaft ist Mitglied der World Federation of Societies of Anaesthesiologists (WFSA), die ein Zusammenschluss der nationalen Anästhesie-Berufverbänden darstellt, der European Society of Anaesthesiology (ESA) und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

EhrungenBearbeiten

Der von der ehemaligen Gesellschaft für Anaesthesiologie und Intensivtherapie (GAIT) der DDR gestiftete Preis zu Ehren von Heinrich Braun (Mediziner, 1862) wird als höchste Auszeichnung als Medaille vergeben.

Weiterhin bleibt die Medaille zur Ehrung von Franz Kuhn erhalten, und ebenso wird für Verdienste in der Notfallmedizin eine Medaille in Gedenken an Rudolf Frey verliehen.

Zur Eröffnung der Jahrestagung (DAC) wird eine Gedächtnisvorlesung benannt nach Hellmut Weese abgehalten.

Zusätzlich gibt es Industriepreise für wissenschaftliche Leistungen (Stand 2019):

  • Karl-Thomas-Preis ([B. Braun Melsungen])
  • August-Bier-Preis ([Pajunk])
  • Research-for-Safety-Preis ([Abbvie (Unternehmen)|Abbvie])
  • Heinrich-Dräger-Preis (Fa. Dräger),
  • Thieme-Teaching-Awarnd (Fa. Thieme)
  • Rudolf-Frey-Preis (Fa. Narcotrend)
  • Pflegeförderpreis (Fa. Heine-Löwenstein)
  • Förderpreis der Charlotte-Lehmann-Stiftung
  • DGAI-Forschungsstipendium ([Else Kröner-Fresenius-Stiftung|Else Kröner-Fresenius-Stiftung])

LiteraturBearbeiten

  • Jürgen Schüttler (Hrsg.): 50 Jahre Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Tradition und Innovation., 584 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-00057-7.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bernhard Zwißler: Rechtsventrikuläre Funktion, ventrikuläre Interdependenz und Myokarddurchblutung bei experimentellem Lungenversagen – Einfluss der Beatmung mit positiv endexpiratorischem Druck. Medizinische Habilitationsschrift LMU München 1993.