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Derek and the Dominos

Britische Rockband

Derek and the Dominos war eine britische Rockband, die 1970 von Eric Clapton gegründet wurde. Bandmitglieder waren neben Clapton Bobby Whitlock, Carl Radle und Jim Gordon.

Derek and the Dominos
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Bluesrock
Gründung 1970
Auflösung 1971
Letzte Besetzung
Eric Clapton
Gitarre, Keyboard
Bobby Whitlock
Carl Radle
Jim Gordon

BandgeschichteBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Die Gruppe Derek and the Dominos erwuchs aus Claptons Frustration durch den Hype, der um die Supergroups Cream und Blind Faith entstand. Nach deren Auflösung trat er Delaney & Bonnie and Friends bei, die er kennengelernt hatte, als diese als Vorgruppe für Blind Faith auf einer Tour durch England spielten. Nachdem diese Band sich ebenfalls auflöste, tat sich Bobby Whitlock, ein ehemaliges Mitglied von Delaney and Bonnie and Friends, mit Clapton zusammen; die beiden verbrachten einige Monate damit, Songs zu schreiben, „nur um etwas zum Spielen zu haben“, wie Whitlock es ausdrückte. Diese Titel machten später den Großteil des Materials auf Layla and Other Assorted Love Songs aus.

Nach einer Tour mit Joe Cocker stießen noch mehr frühere Mitglieder von Delaney and Bonnie zu Claptons Gruppe; er versuchte, das Rampenlicht in einer Gruppe namens Derek and the Dominos zu meiden, und setzte eine Tour durch kleinere englische Clubs an. Berichten zufolge entstand der Name der Gruppe durch einen Versprecher des Ansagers bei ihrem ersten Auftritt, der den provisorischen Namen der Band – „Eric & The Dynamos“ – fälschlicherweise „Derek & The Dominos“ aussprach. Tatsächlich wählte Clapton den Namen „Derek and the Dominos“, weil er seinen Namen und seine Bekanntheit nicht mit der Aufrechterhaltung des Bandhintergrunds vereinbaren konnte.

Nach der Tour führte sie der Weg in die Criteria Studios in Miami, um ein Album aufzunehmen.

Zusammenarbeit mit Duane AllmanBearbeiten

Clapton hatte die Arbeit von Duane Allman, die er durch Aufnahmen von Aretha Franklin und anderen kannte, schon lange bewundert und ihn schon lange treffen wollen. Allman verehrte, wie viele andere Musiker zu dieser Zeit, Clapton. Tom Dowd, der Produzent von beiden war, ermöglichte schließlich das Zusammentreffen.

Als Clapton von Dowd hörte, dass die Allman Brothers Band vorhatten, in Miami zu spielen, bestand er darauf, ihren Auftritt zu sehen. Nach dem Auftritt gingen Clapton und Allman zusammen ins Studio, wo über Nacht ein starkes Band zwischen ihnen entstand; Dowd berichtete, dass die beiden „Licks austauschten, ihre Gitarren tauschten und fachsimpelten – uneingeschränkt, nur Bewunderung für die Technik und Leichtigkeit des jeweils anderen“.[1] Allman fragte, ob er im Studio vorbeikommen könnte, um ein paar der Aufnahmesessions beizuwohnen, aber Clapton lehnte ab: „Bring deine Gitarre mit; du musst spielen!“

Obwohl das ursprüngliche Konzept vorsah, dass er „nur auf einem oder zwei spielen sollte“, wie Allman sagte, trug er am Ende zu fast allen Titeln auf Layla and Other Assorted Love Songs bei, sogar zu denen, an denen bereits gearbeitet worden war. „Er brachte das Beste von uns allen zum Vorschein“, sagte Whitlock.

AuflösungBearbeiten

1971 kam der Slidegitarrist Duane Allman bei einem Motorradunfall ums Leben. Wenige Wochen später löste Clapton Derek and the Dominos, die gerade die Arbeit an ihrem zweiten Album aufgenommen hatten, auf und stürzte in eine schwere Heroinsucht, die ihn drei Jahre lang gefangenhielt und nicht selten 1000 $ pro Woche verschlang.[2] Abgesehen von zwei Unterbrechungen für das Bangladesh-Konzerts und das Rainbow-Konzert, wurde Clapton erst 1974 wieder musikalisch aktiv. Ein Teil des Materials für das zweite Studioalbum wurde im Kompilationsalbum Crossroads verwendet.

DiskographieBearbeiten

Insgesamt wurden zwei Studioalben und zwei Live-Alben dieser Gruppe veröffentlicht. Das erfolgreichste Album, Layla and Other Assorted Love Songs, wurde am 9. November 1970 unter Polydor Records veröffentlicht und im Jahr 1990 auf Compact Disc und 180-Gramm-Schallplatte erneut veröffentlicht.[3] Im selben Jahr erschien eine Jubiläumsauflage, The Layla Sessions: 20th Anniversary Edition, zum zwanzigsten Geburtstag[4], nachdem ein Teil dieses Materials bereits einige Jahre zuvor als Bootleg veröffentlicht wurde. Am 1. März 1973 erschien das erste Live-Album der Band, In Concert.[5] Ein weiteres Album mit Konzertaufnahmen erschien am 22. Februar 1994 als Live at the Fillmore.[6]

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1970 Layla and Other Assorted Love Songs
Polydor
69
(1 Wo.)
300! 300! 68
 Silber

(1 Wo.)
16
 Gold

(77 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 1970[7]
Verkäufe: + 1.175.000
1990 The Layla Sessions: 20th Anniversary Edition
Polydor
300! 300! 300! 100
(1 Wo.)
157
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. August 1990[8]
Verkäufe: + 560.000

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 28. September 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ericclaptonfaq.com
  2. http://www.clapton.de/diskografie/1970_layla.htm
  3. Layla and Other Assorted Love Songs – Derek & the Dominos. AllMusic Network, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  4. The Layla Sessions: 20th Anniversary Edition. Where’s Eric! Magazine, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  5. Derek & the Dominos – In Concert. Where’s Eric! Magazine, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  6. Live at the Fillmore. Where’s Eric! Magazine, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  7. Layla and Other Assorted Love Songs – Derek & the Dominos. AllMusic Network, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  8. The Layla Sessions: 20th Anniversary Edition. Where’s Eric! Magazine, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).