Der Schädel des Marquis de Sade

Film von 1965

Der Schädel des Marquis de Sade ist ein britischer Horrorfilm von Freddie Francis mit Peter Cushing, Patrick Wymark und Christopher Lee in den Hauptrollen. Der Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Robert Bloch („Psycho“), der auch am Drehbuch mitgearbeitet hatte.

Film
Deutscher TitelDer Schädel des Marquis de Sade
OriginaltitelThe Skull
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 83 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Freddie Francis
Drehbuch Milton Subotsky,
Robert Bloch
Produktion Max J. Rosenberg,
Milton Subotsky
Musik Elisabeth Lutyens
Kamera John Wilcox
Schnitt Oswald Hafenrichter
Besetzung

HandlungBearbeiten

Frankreich, Mitte der 1810er Jahre. Der ausgewiesene Phrenologe Pierre schleicht eines Nachts auf den Friedhof, wo der legendäre Marquis de Sade begraben liegt. Er will unbedingt dessen Kopf an sich bringen. Daheim kocht er den Kopf aus, um nur noch den Schädel in den Händen zu halten, dem er magische Kräfte zuschreibt. Ehe er sein grausiges Werk beenden kann, wird er brutal umgebracht.

Anderthalb Jahrhunderte später in London. Christopher Maitland ist ein Sammler skurriler Gegenstände und Autor okkulter Themen. Er ist wie gebannt, als ihm ein gewisser Anthony Marco, ein wenig skrupelbehafteter Trödelhändler, den De Sade’schen Schädel zum Verkauf anbietet. Maitland erfährt, dass Marco das begehrte Objekt von Sir Matthew Phillips gestohlen hat, ein Freund Maitlands und wie dieser ein Sammler eigenartiger Artefakte. Sir Matthew ist über den Verlust des Schädels nicht sonderlich betrübt, schreibt er dem verfluchten Haupt de Sades doch ebenfalls magische Kräfte zu, die schon fast einem Fluch gleichkommen.

Und so warnt er Christopher Maitland vor dessen Besitz und den Kräften des Bösen, die von ihm ausgehen würden. Der Fluch des Schädels trifft denn auch prompt seinem illegitimen Vorbesitzer, den Dieb Marco, der in seiner schäbigen Unterkunft unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Maitland, der wegen des Verkaufsgesprächs ihn gerade besuchen wollte, findet Marcos Leichnam und nimmt den Schädel des Marquis de Sade an sich. Von nun an wird er auch von Fluch heimgesucht. Er beginnt zu halluzinieren, wird allmählich in den Wahnsinn getrieben und stirbt schließlich im Delirium.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Der Film wurde am 25. August 1965 in den USA uraufgeführt. In Deutschland lief der Streifen am 29. April 1966 an, im produzierenden Großbritannien sogar erst am 4. November desselben Jahres.

KritikenBearbeiten

„Tölpelhafter Horror mit äußerst sichtbaren Drähten.“

Leslie Halliwell: Halliwell’s Film Guide, Seventh Edition, New York 1989, S. 285

„Gute Besetzung verleiht notwendige Unterstützung eines fragwürdigen Drehbuchs.“

Leonard Maltin: Movie & Video Guide, 1996 edition, S. 1197

„Einfältiger und langweiliger Gruselfilm.“

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Schädel des Marquis de Sade im Lexikon des internationalen Films , abgerufen am 9. November 2018

WeblinksBearbeiten