Der Mann im Spiegel

Film von Robert Wiene (1917)

Der Mann im Spiegel ist ein deutsches Stummfilm-Melodram aus dem Jahr 1916 von Robert Wiene mit Bruno Decarli in der Titelrolle.

Film
OriginaltitelDer Mann im Spiegel
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1916
Stab
Regie Robert Wiene[1]
Drehbuch Robert Wiene
Richard Wurmfeld
Produktion Oskar Messter
Musik Giuseppe Becce
Kamera Karl Freund
Besetzung

HandlungBearbeiten

Bruno Decarli verkörpert hier einen Mann, der eines Tages feststellen muss, dass seine Schwester von einem jungen Prinz verführt worden ist. Am Tage der Hochzeit des Prinzen ermordet der Bruder diesen. Die junge Witwe des Ermordeten hat den Täter nur einmal kurz im Spiegel gesehen, aber bei der Wiederbegegnung sagt ihr ihre Intuition, dass dies der Mann im Spiegel, der Mörder ihres Gatten, sein muss. Sie will den Täter unbedingt vor Gericht bringen, setzt ihre weiblichen Waffen ein, umgarnt ihn, bis er der jungen Witwe seine Liebe gesteht. In dem Moment, in dem der Täter seine Schuld eingesteht, ist es auch um sie geschehen. Die Witwe hat sich in den Mörder ihres Gatten verliebt. Hin- und hergerissen zwischen Rachegelüsten und erwachender Leidenschaft, weiß sie keinen anderen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Der Mann im Spiegel entstand im Frühling 1916 im Messter-Film-Atelier in Berlins Blücherstraße 32, passierte im Mai 1916 die Filmzensur und wurde erst im Oktober 1917, im Berliner Mozartsaal, uraufgeführt. Der mit Jugendverbot belegte Film besaß vier Akte.

Die Bauten schuf Ludwig Kainer.

KritikBearbeiten

Der Kinematograph befand, dass das Material nicht wirklich neu sei, hier aber hier mit außerordentlichem Geschick präsentiert und von Robert Wiene mit erlesenem Geschmack umgesetzt worden sei.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einige Quellen nennen Roberts Bruder Conrad Wiene.
  2. Der Kinematograph 10, Nr. 512 (1916).