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Demokratieskala

Metrik für demokratische Ordnung in Staaten

Eine Demokratieskala ist eine Messlatte zur Messung des Demokratiegehaltes einer politischen Ordnung.

Zu den wichtigsten Varianten zählen vor allem anspruchsvollere Skalen, unter ihnen die von Freedom House entwickelte Political-Rights-Skala, die vor allem das Recht und die Verfassungswirklichkeit folgenreicher politischer Teilhabe der erwachsenen Bevölkerung erfasst, und ergänzend die Civil-Rights-Skala, die nach dem Ausmaß der Bürgerrechte und ihrer Verfassungswirklichkeit fragt. Von Bedeutung sind zudem Messungen, die auf dem Partizipationsgrad und den Wettbewerbsgrad im Parteiensystem abheben, wie auch die Demokratie und Autokratieskalen von Ted Robert Gurr, die sich insbesondere an den Strukturen der Staatsorganisation nach Vorbild der US-amerikanischen Verfassung orientieren.[1]

Demokratieskalen entstammen oft dem US-amerikanischen Raum und sind vom in der US-amerikanischen Geschichte begründeten Demokratieverständnis geprägt. So nimmt die politische Partizipation einen hohen Stellenwert in den Skalen ein.[2] Eine bekannte Demokratieskala ist der Demokratieindex der britischen Zeitschrift The Economist.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Manfred G. Schmidt: Wörterbuch zur Politik (= Kröners Taschenausgabe. Band 404). 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2004, ISBN 3-520-40402-8, s.v. 'Demokratieskala'.
  2. Martin und Sylvia Greiffenhagen: Deutschland und die Zivilgesellschaft [1]

LiteraturBearbeiten

  • K. Jaggers/T. R. Gurr 1995: Transitions to Democracy. Tracking the Third Wave with Polity III Indicators of Democracy and Autocracy, in: Journal of Peace Research (32).