Debora Serracchiani

italienische Politikerin (PD), MdEP

Debora Serracchiani (* 10. November 1970 in Rom) ist eine italienische Rechtsanwältin, Politikerin des Partito Democratico und Mitglied der italienischen Abgeordnetenkammer.

Debora Serracchiani (2015)

LebenBearbeiten

Serracchiani erwarb 1989 das Diplom der Handelsfachschule und 1994 den Hochschulabschluss in Rechtswissenschaften. Sie lebt in Udine und praktizierte bis zu ihrem Einzug ins Europaparlament als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht.

Serracchiani ist verheiratet.

Politische KarriereBearbeiten

Von 2006 bis 2009 saß Serracchiani für den Partito Democratico im Provinzrat der Provinz Udine, ab 2008 als stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Vom März 2009 bis April 2013 war sie Mitglied des Europäischen Parlaments und dort Teil der sozialdemokratischen Fraktion.[1]

Am 22. April 2013 gewann Serracchiani als Kandidatin eines Mitte-links-Bündnisses die Regionalwahlen in ihrer Heimat Friaul-Julisch Venetien. Sie setzte sich überraschend mit einem Vorsprung von circa 2000 Stimmen gegen den Amtsinhaber Renzo Tondo (PdL) durch. Das Mitte-links-Bündnis wurde angeführt vom Partito Democratico und unterstützt durch SEL, IDV, die Bürgerliste Cittadini per Debora Serracchiani presidente und die slowenischen Regionalpartei Slovenska Skupnost.[2] Serracchiani amtierte bis zum 3. Mai 2018 als Präsidentin der Region Friaul-Julisch Venetien. Im November 2017 erklärte sie, sich nicht mehr für dieses Amt zu bewerben und stattdessen bei den Parlamentswahlen 2018 für einen Sitz in der Abgeordnetenkammer zu kandidieren. Ihr gelang der Einzug über die Regionsliste des PD. Ihr Nachfolger im Amt des Regionspräsidenten ist Massimiliano Fedriga von der Lega.[3]

Seit dem 28. März 2014 ist Serracchiani stellvertretende Parteivorsitzende des PD.[4]

VeröffentlichungenBearbeiten

Serracchiani unterhielt bis zu ihrer Wahl zur Regionalpräsidentin im Frühjahr 2013 einen Blog in der Internetausgabe der Zeitung Il Fatto Quotidiano.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Website des Europäischen Parlaments
  2. Wahlsonderseite von La Repubblica, italienisch, abgerufen am 23. April 2013
  3. Regionalwahlen 2018, La Repubblica, italienisch, abgerufen am 25. Dezember 2015
  4. Chi è Debora Serracchiani, nuovo vicesegretario del Pd (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.europaquotidiano.it Europa, 28. März 2014