Die DFL Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich sozialen Projekten widmet. Sie wurde im November 2008[2] von der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und dem DFL e. V. gegründet. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main, aktuelle Vorstandsvorsitzende ist Franziska Fey.[1]

DFL Stiftung
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Rechtsform: rechtsfähige Stiftung
Zweck: Förderung sozialer Projekte
Vorsitz: Franziska Fey[1]
Bestehen: seit 2009
Stifter: Fußball-Bundesliga
Sitz: Frankfurt am Main
Website: www.dfl-stiftung.de

Zweck der StiftungBearbeiten

Die DFL Stiftung nutzt die Popularität des deutschen Profifußballs und der Bundesliga, um soziale Projekte zu fördern und zu unterstützen. In Ergänzung zum Engagement der 36 Proficlubs soll die DFL Stiftung laut Satzung „den Sport, Bildung und Erziehung sowie die Völkerverständigung fördern“. Sie engagiert sich in drei Themenbereichen: Integration und Teilhabe, Gesundes und aktives Aufwachsen sowie Spitzensport.

Die Stiftung gewährt auf Antrag Zuschüsse, führt aber auch eigene Projekte durch und geht Partnerschaften ein.

KampagnenBearbeiten

In Zusammenarbeit mit der DFL wurde im Frühjahr 2009 die Kampagne „Sportler für Sportler“ entwickelt. In deren Verlauf wurden bis 2010 Fernsehspots gesendet, in denen bekannte Spieler und Trainer der Fußball-Bundesliga mit Olympiateilnehmern unterschiedlichster Sportarten für gegenseitige Unterstützung warben und gemeinsam zu Spenden an die Deutsche Sporthilfe aufforderten.

Im Juli 2011 startete mit dem Supercup die Großkampagne unter dem Titel „Integration. Gelingt spielend.“ Damit wird bundesweit für die Unterstützung der Integration von Mitmenschen ausländischer Herkunft geworben. Der Fußball dient dabei als verbindendes Element. Schwerpunkt der Kampagne ist wie bereits bei "Sportler für Sportler" ein Fernsehspot, der sowohl mit talentierten Nachwuchsspielern der U-17- und U-19-Mannschaften als auch den Bundesligaprofis Gerald Asamoah, Mario Götze, Ilkay Gündogan und Sidney Sam gedreht wurde. Vertont wurde der Spot von Wolfgang Niedecken, Sänger der Band BAP.

Mit der Kampagne "Strich durch Vorurteile" setzte die DFL Stiftung im März 2018 gemeinsam mit allen 36 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga ein Zeichen gegen Diskriminierung. In verschiedenen Spots riefen die Bundesligaspieler Manuel Neuer, Naldo und Kevin-Prince Boateng sowie die Kuratoren der DFL Stiftung, Marcel Reif und Wolfgang Niedecken dazu auf, Ausgrenzung entschlossen entgegenzutreten. Am 27. Spieltag der ersten und zweiten Bundesliga in der Saison 2017/2018 wurde mit vielfältigen Aktionen in den Stadien der 36 Proficlubs ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Gesellschaft gesetzt. Im Mittelpunkt standen 36 Projekte aus dem Umfeld der Proficlubs, die sich für ein faires Miteinander einsetzen. Auf der Plattform clubheim.dfl-stiftung.de[3] wurden die Projekte vorgestellt, mit dem Ziel, die große Reichweite des Profifußballs zu nutzen, um eine Bühne für kleinere Projekte zu schaffen. Die Philosophie dahinter ist, auch über die Aktionstage hinaus, weiterhin von der DFL Stiftung und Clubs für eine Projektbegleitung und -förderung zu sorgen.[4]

Seit 2018 engagiert sich die DFL Stiftung verstärkt im Bereich des gesellschaftlichen Zusammenhalts. In Kooperation mit Phineo entstand dabei u. a. das Wirkometer, mit dessen Hilfe Vereine und Non-Profits prüfen können, wie erfolgreich sie ihre Ziele erreichen.[5]

Mittelherkunft und -verwendungBearbeiten

Die DFL Stiftung finanziert ihre Fördertätigkeit wesentlich aus monetären Strafen, welche die Clubs der Bundesliga und der zweiten Bundesliga aufgrund von Verstößen gegen das Lizenzierungsverfahren der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH entrichten müssen, sowie durch Einnahmen von Benefiz-Länderspielen und aus Spenden des DFL e. V. und des Deutschen Fußball-Bundes e. V. (DFB). Seit dem ersten regulären und vollen Geschäftsjahr 2009/2010 wurde der jährliche Fördereinsatz von 0,9 Millionen Euro auf zuletzt über 4,8 Millionen Euro gesteigert. Die Gesamtfördersumme ist von Jahr zu Jahr stetig angewachsen und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 auf mehr als 21,5 Millionen Euro.[6]

Gremien der StiftungBearbeiten

VorstandBearbeiten

StiftungsratBearbeiten

KuratoriumBearbeiten

Ehemalige VorstandsmitgliederBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d DFL Stiftung ernennt Franziska Fey zur Vorsitzenden des Vorstands. In: Aktuelles, 13. August 2020. Deutsche Fußball Liga (DFL). Auf DFL.de, abgerufen am 2. Oktober 2020.
  2. Meilensteine. In: DFL Stiftung. Abgerufen am 1. Februar 2019.
  3. Clubheim.DFL-Stiftung
  4. DFL-Aktion: "Strich durch Vorurteile". (zdf.de [abgerufen am 4. Juli 2018]).
  5. Wirkometer.de – Wegweiser für Engagierte, www.wirkometer.de, abgerufen am 8. Februar 2021.
  6. DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/2018 – Taetigkeitsbericht. In: Taetigkeitsbericht. 15. Januar 2019 (dfl-stiftung.de [abgerufen am 1. Februar 2019]).
  7. Stellungnahme. In: DFL Stiftung. 5. September 2019, abgerufen am 27. Januar 2020.