Court of Common Pleas (England und Wales)

Gericht im englischen Rechtssystem
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Der Court of Common Pleas war ein Gerichtshof in England bzw. in Großbritannien. Als ältestes Commom-Law-Gericht entstand er in den 1190er Jahren als Common Bench. Er befasste sich vor allem mit weltlichen Rechtsstreitigkeiten und wurde rasch mit hauptamtlichen, vom König ernannten Richtern besetzt, von denen bald einer eine Vorrangstellung als Chief Justice erhielt. Zwar gab es aufgrund von Bürgerkriegen oder anderer Krisen Unterbrechungen in der Tätigkeit des Gerichts, doch die Abfolge der Chief Justices ist dennoch ununterbrochen belegt. Im 15. Jahrhundert bestand das Gericht neben dem Chief Justice aus fünf weiteren Richtern. Das Gericht tagte in der Westminster Hall und hatte bei Fällen zu Konten (account), Verträgen (covenant), Schulden (debt) und gerichtlichen Rückgabegeboten von illegal gehaltenem Eigentum (detinue) nahezu ein Monopol. Dieses Gericht war auch das teuerste und darum das für Richter, Kontoristen und Rechtsanwälte am meisten profitable. Die Krone profitierte ebenso am Gericht, weil es angewiesen war, jegliche Schulden mit Geldstrafen zu belegen und das persönliche Hab und Gut von Gesetzlosen zu konfiszieren. 1880 wurde der Court of Common Pleas mit dem Court of Queen's Bench und dem Court of Exchequer zum High Court of Justice zusammengelegt, dessen Leitung der Lord Chief Justice übernahm.

Verhandlung vor dem Court of Common Pleas. Um 1460 entstandene Buchmalerei.
Gerichtsorganisation vor den Judicature Acts 1873

Heute gibt es in den USA noch Courts of Common Pleas, die aus der englischen Rechtstradition übernommen wurden.

LiteraturBearbeiten

  • G. R. Elton, The Tudor Constitution: Second Edition, Cambridge University Press, 1982.
  • Arthur Kinney, Tudor England: An Encyclopedia, Garland Science, 2000.

WeblinksBearbeiten