Christoph Heinrich Boehringer

deutscher Arzneimittelfabrikant in Stuttgart und Mannheim

Christoph Heinrich Boehringer (* 19. November 1820 in Stuttgart; † 5. März 1882 in Mannheim) war ein deutscher Apotheker und Fabrikant.

LebenBearbeiten

Er war der Sohn des Kaufmanns Christian Friedrich Boehringer und der Vater von Ernst und Albert Boehringer, dem späteren Gründer jener Firma (1885), aus der sich Boehringer Ingelheim entwickelte.[1]

Christoph Boehringer lernte zunächst dreieinhalb Jahre lang in der Apotheke in Maulbronn und war danach vier Jahre Gehilfe in Apotheken in Bönnigheim, Tuttlingen und Zürich. Nach dieser Lehr- und Gehilfezeit wechselte Boehringer in die Firma seines Vaters, wo er ein Jahr er als Gehilfe im chemischen Laboratorium in Stuttgart arbeitete, um danach je ein Semester an den Universitäten Tübingen und Bonn zu studieren. 1845 schloss er in Stuttgart mit dem Apothekerexamen ab.

Anschließend trat Boehringer in die väterliche Firma ein, wurde zusammen mit seinem Bruder Christian Gottfried Inhaber der Firma, die ab 1859 "C. F. Boehringer und Söhne" hieß. Sie wurde 1870 nach Mannheim verlegt. Nach dem Tod seines Bruders und seines Vaters war Christoph Boehringer ab 1871 der Alleininhaber der Firma. 1880 erwarb er das Schloss Allmannshausen am Starnberger See.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang-Hagen Hein, Holm-Dietmar Schwarz: Deutsche Apotheker-Biographie Band 1, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1975, S. 67.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Daten zur Geschichte von CHBS/Boehringer Ingelheim. In: http://www.ingelheimer-geschichte.de. Historischer Verein Ingelheim e.V., 24. Februar 2017, abgerufen am 31. Januar 2020.
  2. https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/serie-lustwandeln-prachtvoller-ausblick-1.2654392 Sueddeutsche.de, abgerufen am 31. Oktober 2018