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Boehringer Mannheim 1909

Boehringer Mannheim war ein deutsches pharmazeutisches Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis

EntstehungBearbeiten

Christian Friedrich Boehringer eröffnete 1817 in Stuttgart eine Medikamentenhandlung, die – nebst einem chemischen Labor – im Jahr 1859 zum Pharmaunternehmen C. F. Boehringer & Söhne wurde. 1872 wurde das Unternehmen von seinem Sohn Christoph Heinrich Boehringer nach Mannheim verlegt. 1882 ging das Unternehmen auf dessen Sohn Ernst Boehringer über, der 1892 verstarb. Eigentümer war nunmehr die Familie Engelhorn.[1]

Unabhängig davon hatte ein weiterer Sohn von C. H. Boehringer, Albert Boehringer 1885 eine chemische Fabrik in Ingelheim am Rhein gegründet, die er 1892 in C. H. Boehringer Sohn umbenannte. Ca. 70 Jahre lang gab es damit zwei Unternehmen namens Boehringer. Zur besseren Unterscheidbarkeit benannten sich die Unternehmen Anfang der 1960er Jahre um in Boehringer Mannheim und Boehringer Ingelheim.

EntwicklungBearbeiten

Boehringer Mannheim entwickelte sich unter der Führung von Curt Engelhorn zu einem internationalen Konzern mit den Geschäftsfeldern Lab Diagnostics (Diagnostika), Patient Care (Pflegeprodukte), Biochemicals und Therapeutics (Pharma-Produkte). 1996 hatte die Boehringer-Mannheim-Gruppe weltweit etwa 18.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von etwa 4,3 Mrd. CHF. Eigentümer der Gruppe war die Holdinggesellschaft Corange Ltd. mit Sitz auf Bermuda.

Ende der EigenständigkeitBearbeiten

1997 wurde die Corange Ltd. von den Gesellschaftern der Familie Engelhorn an den Schweizer Pharma-Konzern Hoffmann-La Roche verkauft, der damit Eigentümer von Boehringer Mannheim und weltweiter Marktführer im Diagnostika-Geschäft wurde. Der Pharmabereich wurde in den Roche-Konzern integriert, das Diagnostik-Geschäft in Roche Diagnostics zusammengefasst. Der Name Boehringer Mannheim wurde nicht weitergeführt.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Boehringer Mannheim – Porträt. helpster.de, 24. Juli 2013, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  2. Roche schluckt Boehringer Mannheim. Die Welt, 27. Mai 1997, abgerufen am 26. Oktober 2013.