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Christian W. Mucha

österreichischer Verleger

Christian W. Mucha (* 1954 in Wien) ist ein österreichischer Verleger.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nach der Matura in Wien studierte Mucha von 1973 bis 1979 Rechtswissenschaften an der Universität Wien. 1978 gründete er gemeinsam mit Adolf G. Löwy und diversen Minderheitsgesellschaftern einen Fachzeitschriftenverlag.

VerlegerBearbeiten

1979 übernahm Mucha die Anteile aller Minderheitsgesellschafter und publizierte die Zeitschrift FM Fremdenverkehr. 1982 zahlte Mucha seinen Kompagnon Löwy aus. Er übernahm die Führung des FachMagazin FM für Gastronomie, Hotellerie, Touristik und Großverbrauch/Catering ab nun alleine. Der Name des Verlages wurde von ursprünglich Löwy und Mucha Zeitschriftenverlag auf Mucha Verlag GmbH geändert.

ExtraDienstBearbeiten

1984 kaufte Mucha die Infos für die Medienbranche – ExtraDienst vom Grafiker Hans Auer. Mucha machte aus dem Extradienst, der unter Auer zwischen 8 und 16 Seiten Volumen hatte, innerhalb von drei Jahrzehnten ein Magazin mit mindestens 200 und bis zu 380 Seiten Heftvolumen.

Die Zeitschrift Extradienst, die ursprünglich 14-täglich erschien, wurde 2003 auf monatliche Erscheinungsweise umgestellt. Mucha ist auch Chefredakteur der Zeitschrift.[1] 2013 konzipierte er für den ExtraDienst ein Cover mit einem 1,5 mm dünnen, sonderangefertigten Flatscreen mit 60 min. Contentkapazität.[2] Zudem publizierte das Magazin ein Cover zum Kosten (Lecken Sie uns am Cover, ED 3/2005).[3]

Der ExtraDienst veranstaltet jedes Jahr den Werbepreis namens Werbe-EDward, ein PR-Agenturranking[4] sowie ein breit angelegtes Journalisten-Ranking.[5] Außerdem ist der ExtraDienst als österreichischer Vertreter in der Jury des internationalen Werbepreises Epica vertreten.[6]

Der Mucha und Die MuchaBearbeiten

1986 brachte Mucha den Restaurant-Guide für Gastronomie-Service mit dem Namen Der Mucha auf den Markt.[7] Dieser verkaufte sich nach eigenen Angaben 46.400 Mal.

1988 brachte Mucha den Shopping-Guide Die Mucha auf den Markt und testete in 24 Kategorien das heimische Service beim Shopping. 1988 erschien der Shopping-Guide im eigens dafür gegründeten MDR Verlag, an dem Andreas Dressler und Chris Radda interimistisch minderheitsbeteiligt waren. 1989 holte sich Mucha die Anteile zurück.

Weitere MagazineBearbeiten

1991 brachte Mucha das erste Mal die Luxuszeitschrift elite auf den Markt. Vier Jahre später gründete er mit FaktuM – Schnelle Infos für Touristiker das Pendant zu FM für die Reisebranche. 2008 gründete Mucha die Zeitschrift Pokermagazin. 2011 verkaufte er sie an Inside Media Publishing.[8]

TriviaBearbeiten

1994 erwarb Mucha Schloss Drasing in Krumpendorf am Wörthersee als Ausstellungsort für seine Kunstsammlung.

2000 begründete er die Mucha Privatstiftung und brachte dort seinen Verlag, alle Titelrechte, diverse Immobilien und seine Kunstsammlung ein. Seither besitzt Mucha nur noch 0,2 Prozent der Anteile an der Mucha Verlag GmbH, ist jedoch auf Lebenszeit als Herausgeber und Geschäftsführer aller Magazine der Gruppe bestellt und bestätigt.

Mucha ist Kunstsammler. Spezialisiert auf Bronzen und Skulpturen, Porzellanfiguren sowie Bilder und Gemälde bevorzugt von Stimmungsimpressionisten. Am häufigsten finden sich Werke von Eduard Kasparides, Josef Stoitzner und Jakob Koganowsky in seiner Sammlung.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Impressum Extradienst
  2. Mucha baut „Extradienst“ Bildschirm ein. Der Standard, 16. Dezember 2013
  3. ExtraDienst mit Weltpremiere - Flatscreen auf dem Cover
  4. vgl. PR-Rankings 2013 in Österreich und in der Schweiz bei datenbanken.pr-journal.de, abgerufen am 20. Mai 2014
  5. „Heute“ in 9 Kategorien bei Journalistenwahl vertreten. heute.at, 28. April 2014, abgerufen am 20. Mai 2014
  6. 2013 Jury. epica-awards.com, abgerufen am 20. Mai 2014
  7. Der Mucha: Guide für Service & Küche; im Test 300 Restaurants; Wien, Niederösterreich, Burgenland. – Eintrag auf der Website der Österreichischen Nationalbibliothek, abgerufen am 22. Mai 2014
  8. Mucha verkauft Poker Magazin: Chefredakteur Stefan Roboch im Interview. hochgepokert.com, 20. Februar 2011