Christian Kreiß (* 1962 in München) ist ein deutscher Ökonom.

LebenBearbeiten

Christian Kreiß machte das Abitur am Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting und studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität München. Er wurde Assistent bei Knut Borchardt und 1992 zum Thema Kartellpreispolitik 1924-1932 in Wirtschaftsgeschichte promoviert. Er arbeitete ab 1993 bei der Commerzbank als Bankangestellter, ab 1995 im Investmentbanking bei der Bayerischen Landesbank München, ab 1998 in der Dresdner Bank Gruppe.

Seit 2002 ist Kreiß Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft. 2013 legte er zusammen mit Stefan Schridde eine von der Bundestagsfraktion Die Grünen in Auftrag gegebene Studie zur geplanten Obsoleszenz vor.[1]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Preispolitik deutscher Kartelle an der Nahtstelle zwischen eisenschaffender und eisenverarbeitender Industrie 1924 bis 1932. Diss. oec. publ. Univ. München, 1992.
  • Profitwahn: Warum sich eine menschengerechtere Wirtschaft lohnt. Tectum Vlg., Marburg 2013
  • Geplanter Verschleiß: Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt - und wie wir uns dagegen wehren können. Europa-Verlag, Berlin 2014
  • Gekaufte Forschung: Wissenschaft im Dienst der Konzerne. Europa-Verlag, Berlin 2015
  • Werbung - nein danke. Warum wir ohne Werbung viel besser leben könnten. München : Europa Verlag, 2016
  • Blenden Wuchern Lamentieren - Wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt, zusammen mit Heinz Siebenbrock. München : Europa Verlag, 2019
  • Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft. Hamburg : tredition Verlag, 2019

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Produktverschleiß. Gekauft, gebraucht, kaputt, bei: Die Grünen. Bundestagsfraktion, 21. März 2013