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Chris Norman

britischer Sänger und Musiker

Karriere mit SmokieBearbeiten

1972 gründeten Chris Norman, Alan David Silson und Terence „Terry“ David Uttley die Band The Yen, aus der dann, nachdem die Band mehrmals ihren Namen geändert hatte, Smokie wurde. 1974 erhielten sie einen Plattenvertrag und wurden unter dem Namen Smokie schnell populär. Mit der Single If You Think You Know How to Love Me wurde Chris Norman mit Smokie über Nacht in Großbritannien berühmt. 1977 hatte Chris Norman mit Smokie und dem Song Living Next Door to Alice seinen Durchbruch. 1982 trennten sich Smokie, kamen 1985 jedoch wieder zusammen und entschlossen sich dann wieder gemeinsam auf Tour zu gehen. 1986 trennte sich Chris Norman dann endgültig von der Band.

SolokarriereBearbeiten

1978 nahm Chris Norman zusammen mit Suzi Quatro das Lied Stumblin’ In auf, das vor allem in Deutschland ein großer kommerzieller Erfolg wurde. Zusammen mit Pete Spencer konzentrierte sich Norman darauf, Lieder für andere Künstler zu produzieren. Darunter war auch 1979 der Titel Head over Heels in Love von Kevin Keegan, der Platz 31 der britischen und Platz zehn der deutschen Singlecharts erreichte. Außerdem arbeitete Chris Norman mit Agnetha Fältskog von ABBA an ihrem Soloalbum; ferner für Donovan.[1]

1986 war Chris Norman als Solosänger mit Midnight Lady, dem Titellied der Schimanski-Tatortfolge Der Tausch erneut erfolgreich. Dieses von Dieter Bohlen geschriebene Lied war sechs Wochen Platz 1 in Deutschland und verkaufte sich rund 900.000 Mal. Die Nachfolgesingle Some Hearts Are Diamonds verfehlte nur knapp die Top Ten. 1988 war Chris Norman mit Broken Heroes, einer weiteren Produktion von Bohlen, erfolgreich. Der Song erreichte Platz 3 der deutschen Charts und war als Titelsong im Schimanski-Tatort Gebrochene Blüten zu hören.

Nach der Zusammenarbeit mit Bohlen wurde es wieder ruhiger um Chris Norman; dennoch veröffentlichte er nahezu jedes Jahr ein Album. 1994 arbeitete Norman erneut mit Bohlen für den Soundtrack zu der ZDF-Serie Die Stadtindianer zusammen. Das Lied Wild Wild Angel wurde als Single ausgekoppelt, war allerdings kein kommerzieller Erfolg.

In den 1990er Jahren arbeitete Chris Norman mit diversen Produzenten, u. a. David Brandes, der auch Send a Sign to My Heart, ein Duett mit Lory Bianco, schrieb; dieses Lied wurde jedoch nie als Single veröffentlicht. Einige seiner Songs schrieb Chris Norman auch selbst. Sein größter Erfolg war die Single Sarah in den 1980er Jahren. 1992 wiederholte er seine Zusammenarbeit mit Suzi Quatro für die Single I Need Your Love, die von ihm selbst geschrieben und auf Brandes eigenem Label Icezone Music veröffentlicht wurde.

1995 wurde Chris Norman vom amerikanischen Musikkanal CMT für seine Videos Jealous Heart und The Growing Years (in Großbritannien erschienene Singles) zum „Videokünstler des Jahres“ gewählt. Ebenfalls 1995 produzierte Chris Norman für Cynthia Lennon, die erste Ehefrau seines großen Idols John Lennon, die Lieder Those Were the Days und seinen eigenen Titel Walking in the Rain. Die Single erschien bei seinem eigenen Label Dice Music LTD in Großbritannien.

1996 sang Chris Norman den Titelsong Fearless Hearts für die deutsche Fernsehserie Alarm Code 112.

Auf dem Album Christmas Together, das Chris Norman zusammen mit den Riga Dome Boys Choir aufnahm, sang er erstmals klassische Lieder, darunter die lateinischen Hymne Panis Angelicus. Der Longplayer wurde in Lettland „Album des Jahres“.[2]

Chris Normans Album aus dem Jahr 2003 ist Handmade. Es enthält auch Angel of Berlin von Robin Grubert, das ein Jahr später von dem Star-Search-Gewinner Martin Kesici als Single veröffentlicht wurde und Platz 1 der deutschen Single-Charts erreichte.

2004 gewann Chris Norman die ProSieben-Show Comeback – Die große Chance und veröffentlichte im Anschluss die Single Amazing, die es bis in die Top Ten schaffte. Dies bedeutete seinen größten Erfolg seit Broken Heroes 1989. Das Album Break Away und eine Tour folgten. Im selben Jahr bekam Chris Norman seinen eigenen Stern auf dem „Walk of Fame“ in Wien (Österreich) und wurde zudem vom deutschen Sender Radio Regenbogen mit dem Preis für die beste männliche Stimme ausgezeichnet.

Im April 2005 wurde die DVD One Acoustic Evening mit Konzertausschnitten und Interviews veröffentlicht. Diese stieg in den deutschen DVD-Charts auf Platz 5 und in Österreich auf Platz 8. Im November und Dezember 2007 war Chris Norman mit seinem Akustik-Album Close Up auf Tour durch Deutschland und Österreich. Begleitet wurde er auf dieser Tour vom Fiorini Quartett.

Im Rahmen einer Verlosung des Bayerischen Rundfunks mit dem Titel Bayern-1-Wohnzimmertour, an der auch andere bekannte Musiker teilnahmen (Shakin’ Stevens und die Gruppe Seer), absolvierte Norman im November 2007 einen acht Songs umfassenden Auftritt.

Sein Album The Hits! From His Smokie and Solo Years inklusive einer DVD Live in Berlin, Acoustic Tour 2007 wurde am 13. Februar 2009 veröffentlicht und erzielte Goldstatus; es erreichte Platz 2 in den dänischen Charts und Position 7 in Norwegen. Im Jahr 2009 erfolgte eine große erfolgreiche Tournee durch Europa und Australien. 2010 tourte Norman durch Russland. Im Februar 2011 erschien sein Album Time Traveler und stieg in die deutschen Charts.

Am 2. August 2013 erschien die Single Gypsy Queen, am 13. September 2013 das Album There and Back, das Chris Norman mit seinem alten Freund und Ex-Smokie-Drummer Pete Spencer schrieb.

PrivatlebenBearbeiten

Am 27. Oktober 2001 kam Normans Sohn Brian bei einem Motorradunfall ums Leben.[3][4] Durch diesen Verlust geprägt, engagiert er sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen, zu deren Gunsten er Benefizkonzerte im September 2006[5] und im August 2010 gab. Seinem Sohn Brian widmete er das Album Handmade.

Norman lebt mit seiner Frau Linda und den verbliebenen vier Kindern auf der Isle of Man.[6]

DiskografieBearbeiten

SmokieBearbeiten

SolokarriereBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1986 Some Hearts Are Diamonds
14
(11 Wo.)
22
(1 Mt.)
9
(5 Wo.)
300! 300!
2000 Full Circle
32
(5 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Produzent: David Brandes
2004 Break Away
27
(3 Wo.)
52
(2 Wo.)
76
(1 Wo.)
300! 300!
2005 One Acoustic Evening – Live
82
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Doppelalbum, Produzent: Uwe Lerch
2006 Million Miles
63
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Produzent: Chris Norman
2007 Close Up
94
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Produzent: Chris Norman
2011 Time Traveller
96
(2 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Produzent: Chief 1 (aka Lars Pedersen)
2013 There and Back
62
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Produzenten: Chris Norman, Neil Ferguson
2015 Crossover
56
(3 Wo.)
300! 300! 300! 300!

Weitere Alben

  • 1982: Rock Away Your Teardrops
  • 1987: Different Shades
  • 1989: Break the Ice
  • 1991: Interchange
  • 1992: The Growing Years
  • 1993: Jealous Heart
  • 1994: The Album
  • 1995: Reflections
  • 1997: Into the Night
  • 1997: Christmas Together (mit Riga Dom Boys Choir)
  • 2001: Breathe Me In
  • 2003: Handmade
  • 2003: A Christmas Collection

LivealbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2018 Don’t Knock the Rock Tour 2018 – Live Hamburg 2018
61
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300!

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1988 Hits from the Heart
13
(11 Wo.)
300! 300! 300! 300!
2004 The Very Best Of
47
(6 Wo.)
3
(16 Wo.)
300! 300! 300!
2009 The Hits! From His Smokie and Solo Years
47
(2 Wo.)
300! 300! 300! 300!

Weitere Kompilationen

  • 1988: Midnight Lady
  • 1989: Hearts on Fire
  • 1991: Star Collection – Midnight Lady
  • 1993: Golden Stars – Golden Hits
  • 1993: Midnight Lady
  • 1993: The Gallery Volume 3
  • 1993: A Portrait of Chris Norman
  • 1995: The Best of 20 Years (mit Smokie)
  • 1996: The Very Best Of
  • 1999: Midnight Lady
  • 2004: Heartbreaking Hits
  • 2004: The Very Best Of
  • 2005: My Best Songs
  • 2006: Coming Home
  • 2008: The Complete Story of Chris Norman (Box mit 5 CDs)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1978 Stumblin’ In
If You Knew Suzi …
2
 Gold

(20 Wo.)
6
(4 Mt.)
7
(10 Wo.)
41
(8 Wo.)
4
 Gold

(22 Wo.)
mit Suzi Quatro
Autoren: Nicky Chinn, Mike Chapman
1986 Midnight Lady
Some Hearts Are Diamonds
1
 Gold

(18 Wo.)
1
(4 Mt.)
1
(14 Wo.)
300! 300!
Verkäufe: + 1.000.000[9]
Autor: Dieter Bohlen
Some Hearts Are Diamonds
Some Hearts Are Diamonds
14
(12 Wo.)
7
(2½ Mt.)
12
(5 Wo.)
300! 300!
Autor: Dieter Bohlen
1987 No Arms Can Ever Hold You
Some Hearts Are Diamonds
52
(6 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Sarah (You Take My Breath Away)
Different Shades
46
(6 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Autoren: Chris Norman, Pete Spencer
1988 I Want to Be Needed
Hits from the Heart
63
(3 Wo.)
300! 300! 300! 300!
mit Shari Belafonte
Autoren Jeff Silverman, Phil Shenale
Broken Heroes
Hits from the Heart
3
(12 Wo.)
7
(1½ Mt.)
300! 300! 300!
vom Soundtrack des Films Zärtliche Chaoten II
Autor: Dieter Bohlen
1991 If You Need My Love Tonight
Interchange
84
(3 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Autoren: Chris Norman, Ken Taylor, Günter Lammers, Ronaldo Bastos
2002 Ich mach’ meine Augen zu (Everytime)
The Very Best Of
59
(9 Wo.)
8
(23 Wo.)
300! 300! 300!
mit Nino de Angelo
Autoren: Chris Norman, Nino de Angelo, Alberto Mastrofrancesco
2004 Amazing
Break Away
9
(8 Wo.)
15
(8 Wo.)
48
(4 Wo.)
300! 300!
Autoren: Joachim Nilsson, Johan Bobäck, Mirko von Schlieffen, Terri Bjerre
For You
The Very Best Of
52
(4 Wo.)
59
(3 Wo.)
300! 300! 300!
Autoren: David Brandes, John O’ Flynn

Weitere Singles

  • 1982: Hey Baby
  • 1983: Love Is a Battlefield
  • 1984: My Girl and Me
  • 1986: Lay Back in the Arms of Someone (Smokie feat. Chris Norman)
  • 1988: Wings of Love
  • 1988: Ordinary Heart
  • 1989: Back Again
  • 1989: Keep the Candle Burning
  • 1990: The Night Has Turn Cold
  • 1992. Goodbye Lady Blue
  • 1992: I Need Your Love (mit Suzi Quatro)
  • 1993: Come Together
  • 1994: Red Hot Screaming Love
  • 1994: Wild Wild Angel
  • 1994: As Good as it Gets
  • 1995: Obsession
  • 1997: Into the Night
  • 1999: Mexican Girl
  • 1999: Oh Carol
  • 2001: When the Indians Cry
  • 2003: Keep Talking
  • 2004: Too Much (And Not Enough)
  • 2004: Only You
  • 2004: Baby I Miss You
  • 2005: Heart & Soul
  • 2005: Find My Way
  • 2013: Gypsy Queen
  • 2014: Another Night in Nashville (mit C. C. Catch)
  • 2015: Waiting
  • 2015. That’s Christmas

VideoalbenBearbeiten

  • 2005: An Accoustic Evening / Live in Vienna (2 DVDs)
  • 2012: Time Traveller Tour (Live in Concert Germany 2011) (DVD)

QuellenBearbeiten

  1. Credits
  2. Angabe des Offiziellen Fanclubs, Chris Norman
  3. abendblatt.de: Smokie-Sänger trauert um Sohn
  4. welt.de: Chris Normans geheime Produktion
  5. Chris kommt. NNZ online, 23. Juni 2006
  6. Biografie bei chrisnorman-fc.com
  7. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US1
  8. a b c d Gold-/Platin-Datenbanken DE US
  9. Chris Norman – “Midnight Lady”. ndr.de, 12. August 2015, abgerufen am 1. April 2019.

WeblinksBearbeiten