Carl-Georg Böhne

deutscher Historiker und Germanist

Carl-Georg Böhne (* 27. November 1937 in Hamburg) ist ein deutscher Historiker und Germanist.

LebenBearbeiten

Böhne besuchte die Sankt-Ansgar-Schule in Hamburg und studierte dort sowie in Würzburg, Wien, Bonn und Köln Theaterwissenschaft, Germanistik, Pädagogik und Geschichte. Er wurde 1968 an der Universität zu Köln zum „Dr. phil.promoviert; sein Doktorvater war Otto C. A. zur Nedden. Während des Studiums war er beim Westdeutschen und Hessischen Rundfunk als Redakteur tätig.

In Kalkutta in Indien unterrichtete er an der Jadavpur University im Auftrag des DAAD Deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde und inszenierte am Max-Müller-Bhavan-Goethe-Institut.

Für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin betreute er die Publikationen der Hauptverwaltung. In Krefeld und Düsseldorf unterrichtete er an der Benedict-Schule und Volkshochschule Deutsch für Aussiedler und gab Vorlesungen und Kurse über antike vorderasiatische Kulturen, Musikgeschichte und deutsche Literatur und war Mitglied des „Deutsch-Persischen Literaturclubs Hafizieh“ (Ausstellung über Ferdosis „Shahname“). In der Ausstellung „CheopsStonehenge“ stellte er die neue Chronologie des antiken vorderen Orients nach den Theorien Heribert Illigs (München) zur Diskussion.

Seit 1991 zuerst als Lehrer an das Colegio Alemán Alexander von Humboldt (Mexiko-Stadt), dann das Tecnologico de Monterrey und seit 2002 an die Nationale Autonome Universität von Mexiko (UNAM) als Mediävist berufen, publizierte er 1998 und 2000 je ein Buch über das Berliner Schloss und die Straße Unter den Linden. Als Mitglied des „Forum Stadtbild Berlin“ gab er zahlreiche Einführungen in die Geschichte Berlins.

Carl-Georg Böhne arbeitet zurzeit an einer kritischen Textausgabe (37 Handschriften) des Nibelungenlieds und des „Faust“-Volksbuchs. Als Synodal (Korrektor) betreut er Dissertationen und Magisterarbeiten an der Philosophischen Fakultät der UNAM.

Seit 2019 ist Böhne emeritiert und lebt wieder in Berlin als freier Publizist.

WerkeBearbeiten

  • 1968: Der Bramarbas: Ein Beitrag zur Differenzierung und Bestimmung des Miles-Typus
  • 1971:Amrita-Manthana oder: vom Ursprung des indischen Theaters,[1]
  • 1971:Primitive stage, mit Thomas Mann, Verlag: Firma K. L. Mukhopadhyay,[2]
  • 1974:Kunstwerke und Dokumente aus den Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, mit Alheidis von Rohr[3]
  • 1998: Das Stadtschloß, mit Kristian Ludwig, ISBN 978-3-929829-03-7
  • 1999: Unter den Linden. Ein Spaziergang von Haus zu Haus, mit Werner Schmidt, ISBN 3-7759-0428-X

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Google Buchsuche
  2. Google Buchsuche
  3. Google Buchsuche