Cansei de Ser Sexy

brasilianische Band

Cansei de Ser Sexy (portugiesisch für „Keine Lust mehr sexy zu sein“) ist eine brasilianische Band, deren Musik maßgeblich von Electro- und Rock-Einflüssen geprägt ist. Sie singen sowohl auf Englisch als auch auf Portugiesisch.

Cansei de Ser Sexy


Cansei de Ser Sexy auf dem La Route du Rock am 16. August 2007
Allgemeine Informationen
Herkunft São Paulo, Brasilien
Genre(s) Electro, Rock
Gründung 2003
Aktuelle Besetzung
Luísa „Lovefoxxx“ Hanaê Matsushita
Luiza Sá
Gitarre, Keyboard, Harmonica
Ana Rezende
Gitarre, Schlagzeug
Carolina Parra
Ehemalige Mitglieder
Bass
Iracema Trevisan (bis 2008)
Adriano Cintra (bis 2011)

GeschichteBearbeiten

Cansei de Ser Sexy wurden 2003 im brasilianischen São Paulo gegründet. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte außer dem Schlagzeuger Adriano Cintra keines der Mitglieder ein Instrument. Ihr Name leitet sich von einem Zitat von Beyoncé Knowles ab, die in einem Interview erklärte, dass sie „keine Lust mehr habe, sexy zu sein“.[1]

Maßgebliche Verbreitung erreichte die Band über das brasilianische Musikportal Trama Virtual, auf deren Label ihr erstes Album Cansei de Ser Sexy im Oktober 2005 in Brasilien erschien. Anfang 2006 unterzeichnete die Band einen Vertrag mit dem Label Sub Pop, woraufhin ihr Debütalbum auch international veröffentlicht wurde. Im selben Jahr erschien ihre erste Single Let's Make Love and Listen to Death From Above.

2007 war die Band im Vorprogramm von Gwen Stefani auf ihrer Europa-Tournee zu sehen.

In dem Computerspiel FIFA 08 ist das Lied Off the Hook einer der Tracks in der Playlist. Im Nachfolger FIFA 09 sind sie mit dem Song Jager Yoga und in FIFA 12 mit Hits Me Like A Rock vertreten.

Cansei de Ser Sexy schrieb das Titellied der Dokumentar-Serie Gaycation, die Gitarristin Ana Rezende wurde in einer Folge zudem von dem Schauspieler Elliott Page, mit dem sie persönlich befreundet ist, über die Lage der LGBT-Gemeinschaft in Brasilien befragt.[2]

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3][4]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK   US
2005 Cansei de Ser Sexy UK69
 
Silber

(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2005
2008 Donkey UK32
(2 Wo.)UK
US189
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. Juli 2008

Weitere Veröffentlichungen

  • 2004: Em Rotterdam Já É uma Febre
  • 2004: A Onda Mortal / Uma Tarde com PJ
  • 2005: CSS SUXXX
  • 2011: La Liberación
  • 2013: Planta

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK   US
2005 Alala
Cansei de Ser Sexy
UK89
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2005
2006 Off the Hook
Cansei de Ser Sexy
UK43
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2006
2007 Let’s Make Love and Listen to Death from Above
Cansei de Ser Sexy
UK39
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2007
Music Is My Hot Hot Sex
Cansei de Ser Sexy
US63
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2007
2008 Left Behind
Donkey
UK78
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2008

Weitere Singles

  • 2007: Alcohol
  • 2008: Rat Is Dead (Rage)
  • 2008: Move

TriviaBearbeiten

  • Der Song Music Is My Hot Hot Sex tauchte im September 2007 in einem Amateurwerbespot von Nick Haley für Apples iPod touch auf. Dieser in kurzer Zeit geschnittene Spot war auf der Videoplattform YouTube ein so großer Erfolg, dass Apple sich entschloss, die Rechte an dem Spot zu kaufen und veröffentlichte ihn wenige Wochen später selbst.
  • Der Song Donkey ist auf Smartphones des Modells Magic des Herstellers HTC als Demosong vorinstalliert.
  • Auf die Frage: „Seid ihr nicht auch bald zu alt für Elektropunk?“ erklärte Luiza Sá in einem Interview im umagazine: „Mit "Planta" haben wir eine angemessene Form gefunden. Das Album ist zwar nicht unbedingt ernst, aber doch ein ganzes Stück reifer. Statt aggressivem Gutdraufsein ist die Feierlaune jetzt auch mal etwas verhaltener. Aber ohne geht es nicht – wir werden auch in Partystimmung sterben.“

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Cansei de Ser Sexy – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Prefix Mag: CSS (Memento vom 3. Februar 2007 im Internet Archive) (englisch)
  2. Dana Piccoli: “Gaycation” recap (1.2): Brazil. In: After Ellen. 10. März 2016, abgerufen am 11. Juli 2020 (englisch).
  3. a b Chartquellen: UK US
  4. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK