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Bruno Adolf Friedrich Wachsmann (* 12. Juli 1888 in Doktorowo, Provinz Posen; † 6. April 1951 in Wiesbaden) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Landrat.

LebenBearbeiten

Wachsmann war ein Sohn des Geheimen Oberjustizrats und Oberlandesgerichtsrats Adolph Wachsmann in Honnef am Rhein und dessen Frau Elisabeth, geb. Schwinning. Seine Schulbildung erhielt er an den Gymnasien in Berlin-Steglitz und Magdeburg. Nach dem Abitur (1907) studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen, wo er Mitglied des Corps Suevia wurde. 1910 legte er das Referendarexamen ab. Am 1. April 1911 wurde er von der juristischen Fakultät der Universität Breslau mit einer Arbeit über Die Ausübung des Zurückbehaltungsrechtes auf Grund verjährter Forderungen zum Dr. jur. promoviert.[1] Anschließend leistete Wachsmann beim Feldartillerie-Regiment v.Peucker (1. Schlesisches) Nr. 6 in Breslau seinen Dienst als Einjährig-Freiwilliger ab. 1912 wurde er Regierungsreferendar. Im Ersten Weltkrieg wurde er zunächst bei seinem Regiment eingesetzt, dann bei Flugabwehrformationen an der Westfront. Im November 1918 wurde der Adjutant des Stadthauptmanns von Riga. 1919 zum Regierungsassessor ernannt, amtierte Wachsmann von 1921 bis 1933 als Landrat des ostpreußischen Kreises Oletzko.

1933 wurde Wachsmann in den Wartestand versetzt und bewirtschaftete das Gut seiner Ehefrau Ilse, geb. von Lenski (Tochter des Amtsrats Max von Lenski und Witwe des Rittergutsbesitzers Theodor Tolsdorff in Lehnarten). 1945 trat er bei der Bezirksregierung in Wiesbaden ein und war dort ab 1949 Oberregierungsrat, 1950 Regierungsdirektor.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Suevia-Tübingen 1831–1931. Band 2: Mitglieder, Tübingen 1931, S. 248 (Nr. 690)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chronik der Königlichen Universität zu Breslau.... 1912, S. 197.
  2. Nassauische Annalen 77–78 (1966), S. 306.