Die Brackierjagd (auch Brackjagd, Brackenjagd oder laute Jagd) ist eine Jagdart mit speziellen Jagdhunden, Bracken. Sie soll nur in großen, geschlossenen Gebieten durchgeführt werden. In Deutschland darf nach § 19 Abs. 1 Nr. 16 Bundesjagdgesetz die Brackierjagd nur auf Flächen von mindestens 1.000 ha ausgeübt werden.

Brackiert wird auf Fuchs und Hase sowie in Skandinavien auf den Elch. Der Hund wird geschnallt, d. h. von der Leine genommen und sucht langsam und stetig, mit tiefer Nase sein Wild, um dessen Fährte zu folgen, das Wild hochzujagen und dem Jäger zuzuführen. Das Wild folgt seinen gewohnten Wechseln und Pässen. Beim Verfolgen soll der Hund Spurlaut geben: Ein hoher, aufgeregter Laut, der dem Jäger anzeigt, dass der Hund auf einer Fährte ist und das Wild verfolgt. In weitem Bogen treibt er dann das Wild dem Schützen zu, der an Wechseln oder Pässen abgestellt ist.

Mit der fortschreitenden Kultivierung von Mooren und Heiden und der zunehmenden Erschließung der Wälder verliert die Brackierjagd zunehmend an Bedeutung.[1]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Artikel bei wildundhund.de, abgerufen am 5. Februar 2008