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Bobonaro
Polizeistation vom Ort Bobonaro
Der Suco Bobonaro liegt im Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsamts. Der Ort liegt im Norden es Sucos.
Daten
Fläche 11,83 km²[1]
Einwohnerzahl 1.924 (2015)[1]
Chefe de Suco Marcelo Barreto
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Lactil 1.067
Lesigatal 361
Tuluata 496
Bobonaro (Osttimor)
Bobonaro
Bobonaro
Koordinaten: 9° 2′ S, 125° 20′ O

Ort und Suco Bobonaro liegen im Verwaltungsamt Bobonaro (Gemeinde Bobonaro) in Osttimor.

OrtsnameBearbeiten

Bobonaro (tetum Bobonaru, auch Aubá, Bubo Naro, Babonaro) leitet sich vom Tetum-Wort „Buburbnaru“ ab und bedeutet übersetzt „großer Eukalyptus“. 1936 wurde Bobonaro von den Portugiesen, nach dem Politiker Armindo Rodrigues de Sttau Monteiro, in Vila Armindo Monteiro umbenannt. Doch der Name setzte sich nicht durch und einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte man zum alten Namen zurück.[2]

Der OrtBearbeiten

 
Markt von Bobonaro (Dezember 1968)

Bobonaro ist Hauptort vom gleichnamigen Suco und vom Verwaltungsamt. Während der portugiesischen Kolonialzeit war sie zeitweise auch die Hauptstadt des damaligen Kreises Bobonaro, bevor Maliana diese Rolle übernahm.

Der Ort liegt etwa 45 km von der Küste entfernt, auf einer Meereshöhe von 715 m, im Norden des Verwaltungsamts Bobonaro, beidseitig der Grenze zwischen den Sucos Bobonaro und Malilait. Zur Landeshauptstadt Dili sind es in Luftlinie etwa 60 km nach Nordosten, zur Gemeindehauptstadt Maliana etwa 13 km nach Westen. Zur Grenze nach Indonesien sind es ebenfalls nur wenige Kilometer.

Die Stadt hat 6.110 Einwohner (2006) und zieht sich über mehrere Kilometer an der Straße entlang. Der Markt in Bobonaro hat regionale Bedeutung und gilt touristisch als sehenswert. Außerdem gibt es hier eine Grundschule, eine vorbereitende Schule für die Sekundarstufe, ein Hubschrauberlandeplatz und ein kommunales Gesundheitszentrum.[3] Die Kirche ist der Unbefleckten Empfängnis Marias geweiht.

Der SucoBearbeiten

Bobonaro
Orte Position[4] Höhe
Bobonaro 9° 2′ S, 125° 20′ O 715 m
Dena 9° 3′ S, 125° 21′ O 568 m
Hok 9° 3′ S, 125° 20′ O 617 m
Holital 9° 2′ S, 125° 20′ O 617 m
Kulumba 9° 2′ S, 125° 20′ O 617 m
Lactil 9° 2′ S, 125° 19′ O 773 m
Lalebol 9° 3′ S, 125° 21′ O 568 m
Lepo 9° 3′ S, 125° 21′ O 625 m
Lesigatal 9° 2′ S, 125° 19′ O 773 m
Maucugun 9° 3′ S, 125° 21′ O 568 m
Mautaloh 9° 2′ S, 125° 20′ O 620 m
Tuluapu 9° 3′ S, 125° 20′ O ?
 
Der Ort Bobonaro
 
Der Leolaco (1929 m) ist noch von Bobonaro aus deutlich zu sehen.

Der Suco hat 1.924 Einwohner (2015), davon sind 929 Männer und 995 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 162,6 Einwohner/km². Im Suco gibt es 348 Haushalte.[1] Etwa 95 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Unter 5 % sprechen jeweils Tetum Prasa und Kemak, kleine Minderheiten Mambai oder Habun.[5]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Bobonaro eine Fläche von 12,49 km².[6] Nun sind es 11,83 km².[1] Der Suco liegt im Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsamts. Im Norden liegen die Sucos Malilait und Lourba, im Osten Carabau, im Südosten Lour, im Süden und Südwesten Ai-Assa und im Nordwesten Oeleo. Hier entspringt der Fluss Anaslota, der zum Flusssystem des Lóis gehört und zunächst nach Norden nach Oeleo fließt. Von Nord nach Süd durchfließt der Loumea den Suco.

Südwestlich vom Ort Bobonaro liegen die Orte Lactil (Laktil) und Lesigatal (Lesi Gatal), südöstlich die Dörfer Holital (Holtal), Mautaloh und Tuluapu (Tuluatu). Weiter östlich befinden sich die Ortschaften Kulumba und Hok (Bok) und jenseits des Loumea Dena, Lalebol, Maucugun (Maucugum) und Lepo.[7] Neben der Grundschule in Bobonaro gibt es jeweils eine in Holital, Lesigatal und Maucugun.[3]

In Bobonaro befinden sich die drei Aldeias Lactil, Lesigatal und Tuluata.[8] Die Aldeia Tas-Masac wurde 2009 abgeschafft.[9]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Abílio de Araújo zum Chefe de Suco gewählt.[10] Bei den Wahlen 2009 gewann Esteves Barreto.[11]

Söhne und TöchterBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bobonaro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive) (PDF) abgerufen am 28. September 2014.
  3. a b UNMIT Geographic Maps: Bobonaro District – August 2008 (Memento vom 8. November 2012 im Internet Archive) (PDF; 535 kB)
  4. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  5. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Bobonaro (PDF; 8,5 MB, tetum)
  6. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  7. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  8. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (PDF; 323 kB, portugiesisch)
  9. Diploma Ministerial 9/2004 (Memento vom 29. Mai 2010 im Internet Archive) (PDF, portugiesisch)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Sports Reference: Victor Ramos. abgerufen am 13. September 2013.

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap