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Birgit Rätsch

deutsche Journalistin und Fachbuchautorin

Birgit Rätsch (* 1965), die auch unter ihrem Ehenamen Birgit Rätsch-Langejürgen veröffentlichte, ist eine deutsche Journalistin und Fachbuchautorin, die in erster Linie als Autorin für das bayerische Fernsehen und für Filme für die Jugendbildung bekannt wurde.

LebenBearbeiten

Birgit Rätsch studierte an der LMU-München Politikwissenschaften, Neuere Geschichte und Kommunikationswissenschaften. Während des Studiums arbeitete sie als feste Projektmitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte an einer Quellenedition zum Thema des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in den Jahren 1933–1945. 1995 schloss sie das Studium Magna cum Laude mit einer Promotion zum Dr. phil. ab. Für die Promotion (bei Eckhard Jesse) erhielt sie ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Birgit Rätsch veröffentlichte Artikel, Reportagen und Rezensionen in namhaften Zeitungen, wie der Süddeutschen Zeitung, dem Münchner Merkur, der Tz München, der FAZ und dem Tagesspiegel. Seit Januar 1995 ist sie als Autorin für das bayerische Fernsehen tätig, daneben schreibt sie auch Beiträge für andere Sender, z. B. für Arte und ARD und für das Media Future Team.

Birgit Rätsch ist als Referentin für die Stiftung 20. Juli 1944 tätig.[1]

Ihr Buch Das Prinzip Widerstand gilt als Standardwerk über Ernst Niekisch und wird international rezipiert.[2]

Der 2006 gedrehte didaktische Spielfilm Imagework, bei dem sie für das Drehbuch zeichnet, wurde im gleichen Jahr in Wien als „empfehlenswertes didaktisches Multimediaprodukt für Schule, Aus-, Weiter- + Erwachsenenbildung“ mit dem Comenius EduMedia Siegel ausgezeichnet.[3] Der Film wurde 2007 beim Kinderfilmfestival LUCAS in Frankfurt a. M. und auf dem Festicine Kids Festival in Cartagena, sowie 2008 auf den 23. Internationalen Wirtschaftsfilmtagen in Wien gezeigt.[4]

Auch für den 2014 entstandenen Film Mobber's End, der von der Dominik Brunner-Stiftung und dem KJR gefördert wurde, schrieb sie das Drehbuch. Der Film stieß auf ein breites Medienecho.[5][6][7][8] Der Film wurde in mehrere Sprachen übersetzt und ist unter anderem auf Französisch und Portugiesisch erhältlich.

WerkeBearbeiten

BuchpublikationenBearbeiten

  • Gemeinsam mit Hans-Gerd Jaschke und Yury Winterberg: Nach Hitler, Bertelsmann, München 2001, 1. Aufl.
  • Widerstand als "Hochverrat" 1933–1945, Erschließungsbd. 1998
  • Das Prinzip Widerstand, Bouvier, Bonn 1997
  • Hinter Gittern, Bouvier, Bonn 1992

FilmeBearbeiten

  • 2006 Imagework (Autorin)
  • 2008 und 2010 Traumhäuser (Autorin und Regie)
  • 2002, 2004, 2006, 2013 diverse BR-Reportagen (Autorin und Regie)
  • 2014 Mobber's End (Autorin)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Biographie Dr. Birgit Rätsch. Media Future Team, abgerufen am 13. April 2015.
  2. Michael David-Fox, Peter Holquist, Alexander M. Martin: Fascination an Emnity. University of Pittsburgh Press, Pittsburgh 2012, ISBN 978-0-8229-7810-7, S. 244 (englisch).
  3. Dokumentation. Gesellschaft für Pädagogik und Information, abgerufen am 13. April 2015.
  4. Imagework Auszeichnungen. Media Future Team, abgerufen am 13. April 2015.
  5. „Mobber's End“ soll Zivilcourage lehren (Memento vom 3. Dezember 2014 im Internet Archive) swr3
  6. Anke Leitzgen: Ein Film gegen Mobbing. Eltern Family, April 2014, abgerufen am 13. April 2015.
  7. Nicole Graner: Am Abgrund des Ichs. Süddeutsche Zeitung, 3. April 2014, abgerufen am 13. April 2015.
  8. Clara Wildenrath: Film gegen Mobbing an Schulen. Merkur online, 1. Februar 2015, abgerufen am 13. April 2015.