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Bettina Hannover

deutsche Psychologin und Erziehungswissenschaftlerin

Bettina Hannover (* 1959 in Bremen) ist eine deutsche Psychologin und Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung an der Freien Universität Berlin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Bettina Hannover ist die Tochter des Rechtsanwalts und Kinderbuchautors Heinrich Hannover und der Frauenrechtlerin Elisabeth Hannover-Drück. Hannover studierte von 1978 bis 1983 Psychologie und Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg, der Universität Bremen und der University of Pennsylvania in Philadelphia. Nach dem Diplom in Psychologie 1983 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin, wo sie 1987 mit der Dissertation Determinanten und Effekte von Selbstbewertungen. Eine urteilstheoretische Sichtweise zum Dr. phil. promoviert wurde. 1994 folgte die Habilitation. Ihr wurde die Lehrbefugnis für die gesamte Psychologie und die gesamte Erziehungswissenschaft zuerkannt.

Danach vertrat sie die Professur für Sozialpsychologie an der Universität Potsdam und war von 1995 bis 1997 Heisenberg-Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In den Jahren 1996–2002 erhielt sie Rufe auf Professuren an den folgenden Universitäten: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Universität Rostock, Universität Bielefeld, Universität Dortmund, Technische Universität Braunschweig, Freie Universität Berlin. Sie wurde 1997 zur Professorin mit Schwerpunkt Sozialpsychologie an die Universität Dortmund berufen. 2002 wechselte sie in den Arbeitsbereich Schul- und Unterrichtsforschung des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie, den sie leitet, an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Identitäts-, Geschlechter- und Migrationsforschung sowie Kulturvergleichende Sozialforschung.[1]

Sie leitete mehrere Drittmittelprojekte, u. a. von folgenden Drittmittelgebern: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bundesministerium für Bildung und Forschung, European Commission, Jacobs-Stiftung, Volkswagen-Stiftung, Roland-Berger-Stiftung, Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung NRW Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin, IBM, Landeskriminalamt Berlin.

Von 2002 bis 2004 war sie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie[2]. In den Jahren 2007–2010 war sie Mitglied des Exzellenzrats der Freien Universität Berlin. In den Jahren 2006–2012 war sie Mitglied des Auswahlausschusses für den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 2012 bis 2015 ist sie ein Mitglied des Fachkollegiums Psychologie der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie ist Beiratsvorsitzende der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung (ZEFG) an der Freien Universität Berlin. Sie ist Mitglied von acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften).

Sie fungierte als Herausgeberin der Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie und der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft und ist Mitglied der Editorial Boards von Diagnostica, European Journal of Social Psychology, Social Psychology und Zeitschrift für Pädagogische Psychologie.[3]

Außerdem ist sie Jurorin bei der Vergabe des Deutschen Schulpreises sowie Mitglied der PISA-Expertengruppe „Schülervoraussetzungen, Elternhaus, Peers“ und der Expertengruppe Aktionsrat Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Ferner ist sie u. a. Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (Tübingen) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (Kiel)[4] sowie Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech).

Sie ist seit 2005 mit dem Politiker, Manager und Publizisten Hans-Olaf Henkel verheiratet.[5]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Evaluation of Performance. A Judgemental Approach (= Recent research in psychology). Springer, New York u. a. 1988, ISBN 3-540-96768-0.
  • Determinanten und Effekte von Selbstbewertungen. Eine urteilstheoretische Sichtweise (= Europäische Hochschulschriften, Band 6). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1988, ISBN 3-8204-0280-2.
  • mit Susanne Bettge: Mädchen und Technik. Hogrefe, Göttingen u. a. 1993, ISBN 3-8017-0658-3.
  • Das dynamische Selbst. Die Kontextabhängigkeit selbstbezogenen Wissens (= Psychologie-Forschung). Huber, Bern u. a. 1997, ISBN 3-456-82798-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bettina Hannover beim Aktionsrat Bildung
  2. Vorstand Bettina Hannover (Memento vom 23. März 2014 im Internet Archive), DGPs, abgerufen am 23. März 2014.
  3. Freie Universität Berlin: Curriculum Vitae Bettina Hannover, abgerufen am 10. April 2014
  4. Bettina Hannover an der Freien Universität Berlin
  5. Wirtschaftswoche: Biografie Hans-Olaf Henkel (Dort angegebene Quelle: Munzinger) (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 10. April 2014