Andreas Wrede

Andreas Wrede (* 16. Dezember 1956 in Essen) ist ein deutscher Journalist. Er ist außerdem Dozent an der Hamburg Media School und dort Mitarbeiter am innolab.

Wrede wuchs als Sohn des Osthandelsexperten Dr. Jur. Joachim Wrede und von Marie-Luise Wrede in Essen auf. Dr. Wrede war Mitglied des Widerstandskreises 20. Juli 1944 und bis zum 23.04.1945 in Gestapo-Gefangenschaft.[1]

Andreas Wrede ist Bruder des Diplomaten Hans-Heinrich Wrede und war Schüler des Humboldt-Gymnasiums in Bad Pyrmont, das er bis zum Abitur 1978 besuchte.

Im Oktober 1978 begann er ein Studium der Soziologie, Politik und Neueren Chinesischen Sprache an der Universität Göttingen, das er im Mai 1983 mit dem Magister Artium abschloss. Anschließend leistete er seinen Zivildienst in Göttingen und wurde im Juli 1985 Volontär beim Göttinger Tageblatt. Im Juli 1986 wurde er dort fester Redakteur, sein Schwerpunkt lag auf Lokal- und Kulturpolitik sowie Reportagen. Im Februar 1988 wurde er Redakteur bei der Filmzeitschrift Cinema, im November 1988 Stellvertretender Chefredakteur. Von Juli 1988 bis Januar 1988 war er Dozent im Fach Feuilleton an der Akademie für Publizistik Hamburg. 1989 wurde er politischer Korrespondent für die Bild-Zeitung und Bild am Sonntag in Bonn. Im Oktober 1990 wurde er Gründungs-Chefredakteur der Lifestylemagazins Max. Von Februar 1993 bis November 1999 war er Vorstandsmitglied des Hamburger Presseclubs. Von 1996 bis 1998 war er Programmdirektor und Mitglied der Geschäftsführung beim Pay-TV-Sender Premiere, heute Sky Deutschland. Ab April 1998 arbeitete er als Medienberater, unter anderem für den Axel-Springer-Verlag, Gruner + Jahr und das Trendbüro Hamburg. Von Oktober 1998 bis Juli 1999 war er zunächst Berater und anschließend Chefredakteur von Spiegel spezial[2] diesen Titel machte Wrede zu einem Monatstitel, der dann Spiegel Reporter hieß.

Anfang 2000 wurde er Korrespondent für den Auslandsdienst des Axel-Springer-Verlags (SAD) in New York.[3]

Von November 2000 bis April 2002 war er Chefredakteur des Männer-Lifestylemagazins GQ – Gentlemen’s Quarterly in München. Ab Mai 2002 war er erneut als Medienberater im journalistisch-kreativen und digitalen Sektor tätig, etwa für die WAZ Mediengruppe, Gruner+Jahr, den Axel-Springer-Verlag, die Mediengruppe Klambt und die internationale Design-Agentur Lunar (San Francsisco).[4]

Seit Oktober 2013 ist Wrede Dozent an der Hamburg Media School im Bereich Medienmanagement und Editor des dortigen innolab.[5]

Quellen Bearbeiten

  1. "...und ihrer aller wartet der Strick" - Das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 nach dem 20. Juli 1944 Buchreferenz, Seite 353
  2. Andreas Wrede verläßt Spiegel Spezial Artikel auf horizont.net vom 04.06.1999
  3. Andreas Wrede wird Korrespondent beim Springer-Auslandsdienst Artikel auf horizont.net vom 19.07.1999
  4. Is there a future for magazines? Podcast auf lunar.com vom 25.02.2008
  5. Andreas Wrede verlässt Klambt Artikel auf meedia.de vom 01.10.2013