Barry Altschul

US-amerikanischer Musiker

Barry Altschul (* 6. Januar 1943 in der Bronx in New York City) ist ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger.

Barry Altschul 1976

Leben und WirkenBearbeiten

 
Barry Altschul, moers festival 2011
 
Altschul, Ulrichsberger Kaleidophon 2013

Altschul, der bereits als Kleinkind Klavier und elfjährig Schlagzeugspiel lernte, war ab 1960 Schüler von Charlie Persip und Ende der 1960er Jahre von Sam Ulano. in dieser Zeit spielte er zunächst auf Jamsessions. Einen seinen ersten Auftritte hatte er mit Larry Willis und Walter Booker. Ab 1964 trat regelmäßig im Trio Paul Bley auf, mit dem er auch Europatourneen unternahm und auch später zusammenarbeitete. 1969 gründete er mit Chick Corea, Dave Holland und Anthony Braxton die Gruppe Circle. 1972 nahm er mit Anthony Braxton und Sam Rivers unter Leitung von Dave Holland das Album Conference of the Birds auf. Daneben arbeitete er auch mit Paul Bley, Alan Silva und Andrew Hill, sowie Lee Konitz und Tony Scott. 1977 trat er mit dem Rivers-Quintett auf den Berliner Jazztagen auf (Zenith). In den 1980er Jahren arbeitete Altschul als Bandleader im Trio mit Ray Anderson und Mark Helias, außerdem aber als Sideman mit Simon Nabatov, Pepper Adams und Kenny Drew.

Zwischen 1984 und 1993 lebte Altschul in Paris und zog sich weitgehend vom Tourneebetrieb zurück; unter anderem leitete er eine Bigband. Dann lehrte er am Sarah Lawrence College. Während der 2000er Jahre trat er mit dem FAB Trio (mit Joe Fonda und Billy Bang) auch in Europa auf, dessen erstes Album Transforming the Space 2003 erschien. Daneben arbeitete er mit Adam Lane (Four Beings, 2002), Gebhard Ullmann, Iro Haarla, mit Roswell Rudds Trombone Tribe und in The OGJB Quartet (mit Graham Haynes, Oliver Lake und Joe Fonda). Im Bereich des Jazz war er laut Tom Lord zwischen 1965 und 2016 an 122 Aufnahmesessions beteiligt.[1]

Diskographische HinweiseBearbeiten

  • Barry Altschul, Paul Bley, Gary Peacock Virtuosi, 1967
  • You Can't Name Your Own Tune, 1977
  • Another Time/Another Place, 1978
  • For Stu, (Soul Note, 1979)
  • Somewhere Else, 1979
  • Brahma, 1980
  • Irina, 1983
  • That's Nice, 1985
  • Joe Fonda/Barry Altschul/Billy Bang Transforming the Space, 2003
  • The 3dom: Tales of the Unforeseen (TUM, 2013), mit Jon Irabagon, Joe Fonda
  • 3Dom Factor- Live in Krakow (2017), mit Jon Irabagon, Joe Fonda

WeblinksBearbeiten

Commons: Barry Altschul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen 21. November 2019)