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BMW-Werk Berlin

Stammwerk der Motorradsparte des Fahrzeugherstellers BMW in Berlin-Spandau
BMW-Werk Berlin

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Rechtsform Stammwerk von BMW-Motorrad
Gründung 1969[1]
Sitz Berlin, DeutschlandDeutschland Deutschland
Mitarbeiterzahl 1.900 Beschäftigte
72 Auszubildende
Website www.bmw-werk-berlin.de

Das BMW-Werk Berlin ist das Stammwerk der Motorradsparte des Fahrzeugherstellers BMW in Berlin im Bezirk Spandau.

GeschichteBearbeiten

FlugmotorenBearbeiten

1928 errichtete die Firma Siemens & Halske ein Flugmotorenwerk im Berliner Ortsteil Haselhorst und stellte dort Sternmotoren her. 1936 wurde der Geschäftszweig als Brandenburgische Motoren Werke GmbH (Bramo) von Siemens ausgegliedert. BMW kaufte 1939 die Bramo und fertigte bis Kriegsende auf dem Gelände Flugmotoren wie die BMW 132, ein Neun-Zylinder-Sternmotor für die Junkers Ju 52/3m.

MotorräderBearbeiten

1949 begann die Fertigung von Motorradteilen für das Münchner Stammwerk. Als Ende der 1960er die steigenden Produktionszahlen der Kfz-Sparte in München eine Verlegung der Motorradproduktion erforderlich machte, fiel die Wahl auf das Berliner Zulieferwerk. 1969[1] startete die Endmontage von BMW R 60/2 in Spandau.[2] 1969 produzierten 400 Mitarbeiter täglich 30 Motorräder der Modellreihe /5.[3]

Das Spandauer Werk ist außerdem ein bedeutendes Zulieferwerk für die Pkw-Produktion von BMW. Seit 1979 werden dort unter anderem sämtliche Bremsscheiben für alle Pkw-Modelle von BMW produziert. Seit dem Jahr 2000 wird das Werk, welches die firmeninterne Nummer 3.1 trägt, kontinuierlich erweitert und modernisiert. So wurde von 2001 bis 2003 eine weitere Fertigungshalle für Motorräder errichtet.

Im Dezember 2012 erwarb BMW ein 39.000 Quadratmeter großes, benachbartes Areal von der Projektentwicklungsgesellschaft DIBAG Industriebau als Erweiterungsfläche.[4] Die Abrissvorbereitungen für das darauf befindliche, unvollendete „Spandauer Tor“ an der Straße Am Juliusturm wurden Ende 2012 begonnen.[5]

Mit den Modellen BMW G 650 GS und dem Sondermodell Sertão brachte BMW 2012 wieder Reiseenduros mit Einzylindermotoren auf den Markt, nachdem für einige Jahre auch die Einstiegsmodelle mit Zweizylindermotoren von Rotax ausgerüstet worden waren.[6] Die verbauten Motoren stammten im Gegensatz zu den Vorgängern nicht mehr aus China, sondern zunächst wieder von Rotax.

ProduktionBearbeiten

1610 Mitarbeiter im Bereich der Motorradfertigung montieren täglich bis zu 700 Maschinen.[7] Das Werk hat eine Gesamtfläche von 220.000 m²[7] und unterteilt sich in die Geschäftsbereiche Mechanische Fertigung, Motorenmontage, Lackiererei, Montage, Bremsscheiben und Logistik.

Optisch besonders charakteristisch für die BMW-Motorradproduktion sind die gelben „C-Haken“, welche in zwei Etagen an einem Schienensystem durch die zwei Montagehallen gleiten und auf denen die Motorräder die verschiedenen Fertigungsschritte durchlaufen. Die Motorradproduktion erfolgt zum großen Teil durch manuelle Arbeit. Sogar die Zierstreifen an den Motorrädern werden nach wie vor manuell aufgemalt. Die meisten Motorrad-Teile werden direkt im Werk gefertigt und montiert, die Fahrwerke werden hingegen von extern zugeliefert.[1]

JubiläenBearbeiten

Bereits drei Jahre nach Produktionsbeginn konnte 1970 in Berlin das 10.000 Motorrad ausgeliefert werden. Im Jahr 2001 konnte die Produktion des einmillionsten Motorrads gefeiert werden. Am 6. Mai 2011 lief im Werk das Zweimillionste vom Band, eine BMW R 1200 GS K25 mit Sonderlackierung.[1]

WeblinksBearbeiten

  Commons: BMW – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: BMW – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wikiquote: BMW – Zitate

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Markus Mechnich: Berliner Luft in allen Reifen. In: n-tv. 24. Juni 2010, abgerufen am 20. Juli 2017.
  2. BMW Werk Berlin auf bmwarchiv.de
  3. 40 Jahre BMW Motorradfertigung in Berlin Spandau. In: 7-forum.com. 16. Juni 2009, abgerufen am 25. November 2013.
  4. Werk Berlin erweitert Werksgelände für langfristiges Wachstum. In: finanzen.de. 4. Dezember 2012, abgerufen am 7. Dezember 2013.
  5. Rainer W. During: Bauruine soll BMW-Werk weichen. In: Der Tagesspiegel. 4. Dezember 2012, abgerufen am 25. November 2013.
  6. Norbert Löns: Neuheiten 2012: BMW G 650 GS Sertão. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Motorrad. 5. Oktober 2011, archiviert vom Original am 3. Dezember 2013; abgerufen am 25. November 2013.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorradonline.de
  7. a b Das BMW Werk Berlin auf einen Blick. In: bmw-werk-berlin.de. Stand 2011/12.

Koordinaten: 52° 32′ 19″ N, 13° 13′ 25″ O