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Augustinum Hamburg

Seniorenresidenz der Augustinum Gruppe im Hamburger Ortsteil Neumühlen
Das Seniorenstift des Augustinum Hamburg in unmittelbarer Nähe zum Museumshafen Oevelgönne

Das Augustinum Hamburg ist eine im Hamburger Ortsteil Neumühlen angesiedelte Seniorenresidenz der Augustinum Gruppe. Das Gebäude war ursprünglich ein Kühlhaus der Union Kühlhaus GmbH. Es wurde 1991 abgerissen und nach Auflagen des Denkmalschutzes neu erbaut.

Idee und InbetriebnahmeBearbeiten

 
Ehemaliges Union Kühlhaus, heute Augustinum, 1963

Die Grundsteinlegung des Kühlhauses datiert aus dem Jahr 1926, in dem die damals noch eigenständige Stadt Altona einen Vertrag mit der Kühlfirma "Weddel & Co." schloss. Diese war der in Deutschland ansässige Vertreter des englischen Unternehmens "Cold Storage Company Ltd", welches vertraglich zusicherte, das geplante Gebäude innerhalb der nächsten 100 Jahre ausschließlich als Kühlhaus zu nutzen.

Auf Basis dieser Zusage entwarfen der Architekt H.W. Müller und das Büro Elingius/Schramm einen auf Pfählen ruhenden Klinkerbau mit 12 unterschiedlich hohen Etagen, die eine Nutzfläche von insgesamt 7.000 m² und Platz für rund 7.000 t Güter boten. Das nach diesem Plan entstehende Bauwerk diente zur Kühlung und (Zwischen-)Lagerung des vor Hamburg gefangenen Fisches. Es wurde seit Beginn seiner Nutzung von der "Union Kühlhaus GmbH" betrieben und dementsprechend umbenannt.

Umdeutung und UmnutzungBearbeiten

Die mit horizontal umlaufenden Betonbändern versehenen Außenwände und die expressionistisch gestaltete Krone des exakt 38,36 m hohen Gebäudes führten dazu, dass das Union-Kühlhaus bereits kurze Zeit nach seiner Fertigstellung als Industriedenkmal deklariert wurde. Das damit verbundene Ansehen nutzte Hitler zur Hochstilisierung deutscher Schöpferkraft und Baukunst, in deren Folge zahlreiche Pressevertreter das Haus zum Wahrzeichen Hamburgs erklärten.

Nachdem das Gebäude gegen Ende des Zweiten Weltkrieges vorübergehend als Truppenunterkunft für englische Soldaten gedient hatte, wurde es bis zum Beginn der 1970er Jahre weiterhin als Kühlhaus genutzt. Danach stand es lange Zeit leer; sollte aufgrund seiner Denkmalwirkung aber erhalten bleiben. Nach Vorlage verschiedener Umnutzungspläne entschied die Stadt, das Gebäude der Augustinum-Gruppe zu überlassen.

Abriss und AufbauBearbeiten

Das daraufhin durchgeführte Baugutachten ergab jedoch, dass das ehemalige Union-Kühlhaus durch substanzielle Schäden nicht mehr trag- und umbaufähig genug war. In einem vertraglich geschlossenen Kompromiss mit dem Denkmalamt verpflichtete sich der neue Nutzer, das Gebäude abreißen und neu aufbauen zu lassen. Im Zuge der 1991 einsetzenden Arbeiten brannte das Haus fast vollständig aus und wurde später neu errichtet.

Die dabei berücksichtigten Auflagen des Denkmalschutzes bedingten, die Abmaße und das äußere Bild des ehemaligen Kühlhauses nicht zu verändern. Aus diesem Grund verfügen die Appartements weder über Balkone noch über Loggien. Die Fensterfronten wurden originalgetreu wiederhergestellt, und es wurde eine Glaskuppel aufgesetzt.

WeblinksBearbeiten