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Aufkletterschutz

Desiro UK von Siemens: der Aufkletterschutz wird durch die beiden gerippten Platten links und rechts der Kupplung gebildet.
Bei einigen Fahrzeugen, wie der DB-Baureihe 422, ist der Aufkletterschutz hinter Verkleidungen angebracht

Der Aufkletterschutz bezeichnet eine Vorrichtung an Schienenfahrzeugen, die bei Zusammenstößen verhindert, dass der Wagenkasten von einem der Fahrzeuge in die Höhe gehoben und über den anderen Wagenkasten geschoben wird. Dieser Vorgang wird als Aufklettern bezeichnet. Bei Fahrzeugen ohne Aufkletterschutz wird oft der Aufbau des auf den Schienen verbliebenen Fahrzeugs durch den vergleichsweise stabilen Wagenboden des aufsteigenden Fahrzeugs zerstört, was oft viele Menschenleben fordert.

Bei Kesselwagen verhindert der Aufkletterschutz die Beschädigung des Kessels des auf den Schienen verbleibenden Fahrzeugs durch Eindringen der Puffer des benachbarten Fahrzeugs.

Die Vorrichtung ist an der Stirnseite der Fahrzeuge angebracht und besteht in der Regel aus einer Reihe horizontal angeordneter Rippen, welche sich beim Zusammenstoß mit dem gleichen Bauelement des benachbarten Fahrzeugs verkeilen und dadurch die vertikalen Kräfte aufnehmen können.

In Europa sind die Anforderungen an den Aufkletterschutz in der Europäischen Norm EN 15227 festgelegt.

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