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Altgaul ist ein Dorf im Ortsteil Rathsdorf der Stadt Wriezen im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Nordöstlich geht am Ort die B167 vorbei.

Altgaul
Stadt Wriezen
Koordinaten: 52° 44′ 24″ N, 14° 5′ 51″ O
Höhe: 22 m ü. NN
Einwohner: 134 (2005)
Postleitzahl: 16269
Vorwahl: 03345
Der Ziegelbrennofen, heute Storchenmuseum

Lage und GeschichteBearbeiten

Altgaul liegt etwa zwei Kilometer nordöstlich von Wriezen.

Das erste Mal wird Altgaul als Gaul im Jahre 1272 urkundlich erwähnt. Möglicherweise war der Ort aus einer slawischen Siedlung hervorgegangen. 1340 erwarb die Stadt Wriezen den Ort. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast vollständig zerstört, danach aber wieder aufgebaut. 1678 entstand ein Vorwerk Gaul. Im Jahre 1797 wurde der Ort durch zwei Brände zerstört. Der Ort wurde als Neugaul zwei Kilometer entfernt wiederaufgebaut, das Vorwerk erhielt den Namen Altgaul.

Im Jahre 1928 wurde Altgaul nach Rathsdorf eingemeindet. 1930 lebten hier 130 Einwohner, die hauptsächlich im Gut arbeiten. Zum Gut gehörte auch eine Ziegelei, der Brennofen besteht noch heute. 1998 wurde Rathsdorf ein Ortsteil von Wriezen. 2005 lebten hier 134 Einwohner.

BaudenkmaleBearbeiten

An der Alten Heerstraße nordöstlich des Ortes steht noch der Ziegelbrennofen des Vorwerkes. Es ist ein Einkammerofen, der wahrscheinlich um 1830 erbaut wurde. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde der Ofen stillgelegt. Der Ofen ist rund, um dem Ofen befindet sich ein Rundgang. Heute befindet sich hier ein Storchenmuseum des NABU.

Der Ziegelbrennofen steht unter Denkmalschutz.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Ilona Rohowski, Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, ISBN 3-88462-230-7, S. 377–379.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Märkisch-Oderland (PDF)