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Die Herrschaft Albret lag im Südwesten Frankreichs in der Guyenne

Albret ist der Name einer Landschaft im Südwesten Frankreichs, die sich heute am linken Ufer der Garonne im Südwesten des Départements Lot-et-Garonne erstreckt. Von dieser Landschaft hat die Familie Albret ihren Namen, deren bekannteste Vertreter Charles I. d’Albret der Connétable von Frankreich der Schlacht von Azincourt 1415 und Jeanne d’Albret (1528–1572), die Mutter des französischen Königs Heinrich IV., sind.

EtymologieBearbeiten

Die Landschaft Albret und ihr Hauptort Labrit haben die gleiche etymologischen Wurzeln, das lateinische leporetum, das vermutlich wiederum vom aquitanischen Wort Laphurretum (siehe auch: Labourd) stammt.

Die Herrschaft AlbretBearbeiten

Die Herren von Labrit/Albret kamen als Begleitschutz der Händler, die das Land durchzogen, zu Reichtum. Die Mittel setzten sie ein, um das Land ihrer Nachbarn zu erobern, wobei sie im 13. Jahrhundert bis an den Atlantischen Ozean kamen. Waren sie lange Zeit ergebene Vasallen der Engländer, schlossen sie sich schließlich dem französischen König Karl V. († 1380) an. Nach 1382 wurde Arnaud-Amanieu d’Albret († 1401) Graf von Dreux, 1402 wurde sein Sohn Charles I. d’Albret zum Connétable ernannt.

Jean d'Albret (1484–1516) wurde durch seine Ehe König von Navarra etc.; im folgte sein Sohn Henri d’Albret (1503–1555), für den 1550 Albret zum Herzogtum mit der Hauptstadt Nérac gemacht wurde. Dessen Tochter und Nachfolgerin war Jeanne d'Albret.

Das Herzogtum Albret umfasste die Baronie Nérac, die Vizegrafschaften Castelmoron-d’Albret, Tartas und Marsan (das Gebiet um Mont-de-Marsan). Es wurde mit der Thronbesteigung Heinrichs IV. mit der Krone vereinigt, 1651 dann aber im Tausch gegen Sedan und Raucourt der Familie La Tour d’Auvergne gegeben.

Die Herren von AlbretBearbeiten

 
Altes Wappen Albret
 
Wappen ab dem 14. Jahrhundert