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Typische Agrarlandschaft nahe dem Trondheimfjord (Norwegen)
Die Agrarlandschaft Südölands ist seit dem Jahr 2000 schwedisches Weltkulturerbe.

Als Agrarlandschaft bezeichnet man in der Geographie einen durch die Landwirtschaft gestalteten Landschaftstyp. Sie zeichnet sich zwar durch eine gewisse Einheitlichkeit aus, kann aber je nach agrarer Nutzung, Grundstücksteilung und Bebauung (Wohn- und Wirtschaftsgebäude) verschieden aussehen. Weitere Beeinflussungsfaktoren des Erscheinungsbildes können soziale, religiöse und historische Gegebenheiten sein, wie beispielsweise Grabfelder oder Fliehburgen. Bei gleicher räumlicher Ausdehnung ist eine Betrachtung der Agrarlandschaft als Agrarökosystem möglich.

Der Begriff wird bisweilen synonym mit (dem deutlich häufiger verwendeten Begriff) Kulturlandschaft verwendet.[1] Eine allgemein verbindliche Definition gibt es nicht. In einigen Publikationen steht die Agrarlandschaft als Oberbegriff über den Wirtschaftslandschaften und den Kulturlandschaften.[2] Andere Publikationen sehen die Agrarlandschaft (gleichrangig mit z. B. Wirtschaftswäldern oder Industrielandschaften) als Unterkategorie der Wirtschaftslandschaften und diese wiederum als Untergliederung der Kulturlandschaften.[3]

LiteraturBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Google-Abfrage am 31. Oktober 2014: Suchbegriff „Agrarlandschaft“ ergibt ungefähr 163.000 Ergebnisse, Suchbegriff „Kulturlandschaft“ ergibt ungefähr 762.000 Ergebnisse.
  2. Gottfried Briemle: Flurbereinigung – Bereicherung oder Verarmung der Kulturlandschaft? In: Schwäbische Heimat. 29. Jg., Heft 4. Stuttgart 1978, S. 226–233.
  3. Hans Carol: Die Wirtschaftslandschaft und ihre kartographische Darstellung. Kümmerly & Frey, Geographischer Verlag, Bern 1946.