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Bei der Affektinkontinenz oder pseudobulbärer Affektstörung (PBA) handelt es sich um eine Verminderung der Steuerfähigkeit von Gefühlsäußerungen. Diese springen stark an und sind in ihrem Ausmaß nicht oder nur teilweise von der Person kontrollierbar. Kleinere Auslöser (z. B. eine unangenehme Vorstellung) führen zu einer überschießenden Reaktion (z. B. heftiges Weinen). Die übermäßige Reaktion wird von der betreffenden Person als solche erkannt und vor allem zu Beginn der Erkrankung als peinlich empfunden. Von der Affektinkontinenz ist die Affektlabilität abzugrenzen, welche von Betroffenen nicht als peinlich oder krankhaft erlebt wird.[1]

Bei folgenden Störungen kann es zu einer Affektinkontinenz bzw. pseudobulbärer Affektstörung kommen:

Am Aussichtsreichsten scheinen Therapieversuche mit verschiedenen Antidepressiva oder Dextromethorphan zu sein.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. A. Völz: Psychiatrie. 2. Auflage. Urban & Fischer, 2012, ISBN 978-3-437-42227-0.
  2. Marcus Beck, Klaus Toyka: Pseudobulbäre Affektstörung bei multipler Sklerose – Was hilft gegen pathologisches Lachen und Weinen? In: focus neurogeriatrie. Band 1, Nr. 2, S. 28–28, doi:10.1007/s12151-007-0034-1 (researchgate.net).
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