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Affektlabilität

ein psychischer Zustand

Affektlabilität oder affektive Labilität (auch Stimmungslabilität) ist die Bezeichnung für einen psychischen Zustand, bei dem durch geringfügige Reize rasche und starke Schwankungen der Grundstimmung auftreten. Im Gegensatz zur Affektinkontinenz ist die Stimmungsschwankung dem Betroffenen zwar bewusst, wird von diesem aber nicht als peinlich oder krankhaft erlebt.

Inhaltsverzeichnis

CharakteristikaBearbeiten

Der affektlabile Mensch reagiert auf im Gespräch angebotene oder provozierte Affekte übermäßig und geht ungebremst auf diese ein. Typisch ist das rasche Umschlagen von Affekten (z. B. von Wut zu Trauer, von Trauer zu Freude), die kurze Affektdauer und die mehrfachen Affektschwankungen. Die Differenzierung der von außen ankommenden Gefühle gelingt dem Patienten nicht mehr, er ist nicht mehr imstande, seine Emotionen zu kontrollieren.

VorkommenBearbeiten

Affektlabilität kann auch durch organisch bedingte psychische Störungen hervorgerufen werden.

TherapieBearbeiten

Das Symptom der Affektlabilität kann je nach Grunderkrankung zusätzlich mit Antidepressiva (z. B. SSRI, SNRI) behandelt werden. Es gibt auch Therapieversuche mit Stimmungsstabilisatoren (Lithium, Carbamazepin, Valproat).[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag zu Affektlabilität im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck, abgerufen am 27. November 2015.
  Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!