Achim Peters

deutscher Mediziner

Achim Peters (* 1957 in Dortmund) ist ein deutscher Internist.

Achim Peters (2011)

LebenBearbeiten

Peters besuchte bis zum Abitur 1976 das Humboldt-Gymnasium Dortmund. Im selben Jahr nahm er das Studium der Medizin an der Ruhr-Universität Bochum auf; später wechselte er an die Medizinische Universität zu Lübeck. 1977 gewann er den Bundeswettbewerb Mathematik des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft. Mit diesem Erfolg war ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes verbunden. 1983 schloss Peters das Studium mit der Approbation sowie der Promotion (am Institut für Anatomie, Bochum) ab.

1984 trat Peters in die Klinik für Innere Medizin an der Universität zu Lübeck ein. 1986 bis 1989 führte ihn ein Postdoktoranden-Stipendium der DFG an das Hospital for the Sick Children in Toronto, Kanada, wo er über „Kontroll-Theorie beim Diabetes Mellitus“ forschte. In den folgenden Jahren spezialisierte sich Peters innerhalb der Inneren Medizin auf den Bereich Endokrinologie und Diabetologie. 1993 wurde er Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin an der Universität zu Lübeck.

Er habilitierte sich 1996 in Lübeck für Innere Medizin und erhielt die Venia Legendi. Für die Habilitationsschrift über die Regeltheorie des Diabetes mellitus erhielt er von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft den Silvia-King-Preis. 2000 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität Lübeck. 2002 erfolgte die Beförderung zum Leitenden Oberarzt des Bereichs Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. 2004 wurde Peters Leiter der von der DFG geförderten Klinischen Forschergruppe „Selfish Brain: Gehirnglukose und Metabolisches Syndrom“. 2006 berief ihn die Universität Lübeck zum W2-Professor für Innere Medizin/Endokrinologie und Diabetologie, zunächst auf sechs Jahre, 2009 auf Lebenszeit.[1] 2008 folgte die Aufnahme als Member of the Faculty of 1000 Biology.

Peters lebt in Lübeck.

AuszeichnungenBearbeiten

WerkeBearbeiten

  • Achim Peters: Funktionelle Adaptionen in der Morphologie und im Verhalten eines springenden Primaten. Ruhr-Universität, Bochum 1983.
  • Achim Peters: Analytisches Design und klinische Anwendung eines lernfähigen Regelsystems für die Pharmakotherapie mit Insulin. Med. Univ., Lübeck 1996.
  • Ulrich Schweiger, Achim Peters, Valerija Sipos: Essstörungen. Thieme Verlag, Stuttgart/ New York 2003, ISBN 3-13-128221-5.
  • Achim Peters: Das egoistische Gehirn: Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft. Ullstein Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-550-08854-4.
  • Achim Peters: Mythos Übergewicht: Warum dicke Menschen länger leben. C. Bertelsmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-570-10149-0.
  • Achim Peters: Unsicherheit: Das Gefühl unserer Zeit - Und was uns gegen Stress und gezielte Verunsicherung hilft. C. Bertelsmann Verlag, München 2018, ISBN 978-3-570-10343-2.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Berufungen – Sektion Medizin, Website der Universität Lübeck, abgerufen am 6. Januar 2015.