ABRIXAS (Abkürzung für engl. A Broadband Imaging X-ray All-Sky Survey) war ein Weltraumteleskop, mit dem eine Kartierung des gesamten Himmels im Röntgenbereich bei Energien von 0,5–15 keV durchgeführt werden sollte.

ABRIXAS
ABRIXAS
Typ: Röntgenteleskop
Land: Deutschland Deutschland
Betreiber: DLR
COSPAR-ID: 1999-022A
Missionsdaten
Masse: 470 kg
Start: 28. April 1999, 20:30 UTC
Startplatz: Kapustin Jar
Trägerrakete: Kosmos-3M
Status: verglüht am 31. Oktober 2017[1]
Bahndaten[2]
Umlaufzeit: 94,5 min
Bahnneigung: 48,4°
Apogäumshöhe 513 km
Perigäumshöhe 489 km

Der Kleinsatellit ABRIXAS war von mehreren deutschen Forschungsinstituten entwickelt worden, um die erfolgreiche Himmelsdurchmusterung im weichen Röntgenlicht durch ROSAT zu höheren Energien hin zu ergänzen. Mit verbesserter Detektortechnologie sollte auch eine bessere Winkelauflösung und spektrale Auflösung als mit ROSAT erreicht werden. Der Satellit wurde von der Bremer Firma OHB-System gebaut und sollte sechs Jahre lang den Himmel erkunden.

ABRIXAS wurde am 28. April 1999 mit einer russischen Kosmos-3M-Rakete vom Startgelände Kapustin Jar gestartet. Bereits kurz nach dem Start fiel durch einen Konstruktionsfehler die Hauptbatterie durch Überhitzung aus, weil die Starterbatterie überladen war. Nach gescheiterten Versuchen dennoch Kontakt aufzunehmen wurde die wissenschaftliche Mission von ABRIXAS am 1. Juli 1999 offiziell für gescheitert erklärt.

Am 31. Oktober 2017 trat der funktionslose Satellit wieder in die Erdatmosphäre ein und verglühte.[1]

Als Nachfolgeprojekt im Bereich von Röntgenstrahlung im Bereich von 0,3 bis 11 keV wurde 2019 eROSITA gestartet.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. a b Aerospace: ABRIXAS. 31. Oktober 2017, archiviert vom Original am 7. November 2017; abgerufen am 31. Oktober 2017 (englisch).
  2. Bahndaten: ABRIXAS. n2yo.com, archiviert vom Original am 4. Januar 2012; abgerufen am 26. April 2020 (englisch).