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40 Wall Street

Hochhaus in New York City

40 Wall Street (ehemals Bank of Manhattan Company Building, seit 1996 auch The Trump Building genannt) ist der Name eines 283 Meter hohen Wolkenkratzers in New York City, Stadtteil Lower Manhattan. Der Turm im Baustil des Art Déco wurde vom Architekten H. Craig Severance entworfen. Der 1930 errichtete Wolkenkratzer wurde 1991 nach Anmietung und Umbau durch die Trump Organization nach dessen Projektentwickler Donald Trump benannt. Seit dem Umbau ist die Trump Organization Besitzerin, jedoch nicht Eigentümerin, des Gebäudes. Der im Financial District befindliche Wolkenkratzer hat 70 Etagen und wird momentan vom Unternehmen American Express genutzt. Aktuell (Stand 2015) ist es das zwölfthöchste Gebäude in New York.

40 Wall Street
40 Wall Street
Basisdaten
Ort: New York City, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Bauzeit: 1929–1930
Status: Erbaut
Baustil: Art Déco
Architekt: H. Craig Severance
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Büros
Eigentümer: Hinneberg, Hamburg[1]
Hauptmieter: American Express
Bauherr: Bank of Manhattan Company
Technische Daten
Höhe: 283 m
Höhe bis zur Spitze: 283 m
Höhe bis zum Dach: 254,8 m
Rang (Höhe): 26. Platz (USA)
12. Platz (New York)
Etagen: 71[2]
Aufzüge: 36
Nutzfläche: 103.278
Baustoff: Tragwerk: Stahl;
Fassade: Glas, Granit

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und ArchitekturBearbeiten

 
Historische Aufnahme
 
Der Eingangsbereich
 
Blick von unten

Das damals noch Bank of Manhattan Company Building genannte Gebäude wurde nach weniger als einem Jahr Bauzeit 1930 fertiggestellt. Mit 283 Metern war es für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt. Nach wenigen Wochen musste es sich im Rennen um den Titel dem Chrysler Building geschlagen geben. Dessen Architekt William Van Alen hatte im Voraus die geplante Höhe des Chrysler Buildings bewusst mit 282 Metern falsch angegeben. Versteckt im Inneren der Gebäudekrone ließ er eine 56 Meter hohe und 27 Tonnen schwere Stahlspitze bauen und diese unter den staunenden Blicken der Öffentlichkeit in einem Stück nach oben schieben und montieren.[3] Damit wurde mit einem Male nicht nur das Bank of Manhattan Company Building, sondern auch der Eiffelturm in Paris überboten. Allerdings konnte auch das Chrysler Building den Rekord nur kurze Zeit halten. Im Jahr 1931 übernahm das Empire State Building mit 381 Metern den Titel des höchsten Gebäudes der Welt, verwies nunmehr das Bank of Manhattan Company Building auf Platz 3. 1932 wurde es durch das 290 Meter hohe 70 Pine Street nochmals übertroffen und auf den vierten Platz der Weltrangliste geschoben. Dadurch verlor es auch den Status als höchstes Gebäude in Lower Manhattan.

1929 war in den USA der große Börsenkrach, der das Ende der reich verzierten Wolkenkratzer einläutete und den Übergang zu einer größeren Nüchternheit in der Gestaltung markierte.

Was seine Bekanntheit und seine Ästhetik angeht, kann sich dieses Bauwerk nicht mit dem Chrysler Building messen. Es bietet außer seiner Höhe im Prinzip nichts Neues. Der Mittelteil ist relativ schlicht gestaltet und auch die obersten Geschosse erfahren keine besondere Aufwertung. Auffällig ist der von weitem gut erkennbare hohe kupferne Dachhelm im Stil der Neugotik, wodurch es dem etwas älteren Woolworth Building ähnelt. Abgesehen von der Gebäudespitze zeigt das heute Trump Building genannte Gebäude auch sonst eine gewisse formale Ähnlichkeit mit dem fast zeitgleich errichteten Empire State Building. Beide fangen im Erdgeschoss mit mächtigen Blöcken an, die sich dann stufenweise verjüngen, bis der Mittelteil erreicht ist, der ungebrochen bis zur Spitze durchläuft. Skurrilerweise wurden beide Gebäude in den 1940er Jahren von einem Flugzeugunglück heimgesucht.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: 40 Wall Street – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christian Müßgens: Trumps Hochhaus in deutscher Hand. In: FAZ.net. 20. Januar 2017, abgerufen am 11. März 2017.
  2. The Trump Building. Buildingdb.ctbuh.org. Abgerufen am 26. Juni 2010.
  3. Judith Dupré: Wolkenkratzer – Die Geschichte der berühmtesten und wichtigsten Wolkenkratzer der Welt, Könemann, Königswinter 2005, ISBN 3-8331-1099-6, S. 36.

Koordinaten: 40° 42′ 25″ N, 74° 0′ 35″ W