227 v. Chr.

Jahr
227 v. Chr.
Der Koloss von Rhodos nach einer Vorstellung von Martin Heemskerck aus dem 16. Jahrhundert

Um 227 v. Chr. wird der Koloss von Rhodos bei einem Erdbeben zerstört.
227 v. Chr. in anderen Kalendern
Buddhistische Zeitrechnung 317/318 (südlicher Buddhismus); 316/317 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 41. (42.) Zyklus, Jahr des Holz-Hundes 甲戌 (am Beginn des Jahres Wasser-Hahn 癸酉)
Griechische Zeitrechnung 1./2. Jahr der 138. Olympiade
Jüdischer Kalender 3534/35
Römischer Kalender ab urbe condita DXXVII (527)
Seleukidische Ära Babylon: 84/85 (Jahreswechsel April); Syrien: 85/86 (Jahreswechsel Oktober)

EreignisseBearbeiten

Politik und WeltgeschehenBearbeiten

Westliches MittelmeerBearbeiten

Östliches MittelmeerBearbeiten

  • Antigonos III. Doson, Regent für den unmündigen Philipp V., setzt diesen ab und erklärt sich selbst zum König von Makedonien. Er heiratet Phthia, Witwe des früheren Königs Demetrios.
  • König Kleomenes III. von Sparta setzt seine radikalen Reformen um: Aufhebung der Schulden, Neuverteilung des Bodens, Bürgerrechtsverleihung an Periöken und Metöken. Jede Opposition gegen die Reform wird unterdrückt, Kleomenes lässt vier der fünf Ephoren hinrichten, schafft dieses Amt ab und setzt seinen Mitkönig Archidamos V. ab, an dessen Stelle er seinen eigenen Bruder Eukleidas einsetzt. Zugleich initiiert Kleomenes eine expansionistische Außenpolitik und führt den Kleomenischen Krieg gegen den Achaiischen Bund, der sich daraufhin Makedonien anschließt. Sparta besiegt die Achaiier in der Schlacht am Berg Lykaion, doch gelingt Aratos von Sikyon, dem achaiischen Feldherrn, die Einnahme von Mantineia. Bei Ladokeia besiegt Kleomenes wiederum die Achaiier, wobei deren Feldherr Lydiades ums Leben kommt.
  • Antiochos Hierax, seleukidischer Prätendent, flieht nach der Niederlage gegen Attalos I. von Pergamon und von Seleukos II. verfolgt, nach Ägypten, wo er von Räubern erschlagen wird.
  • Onias II. wird Hohepriester der Juden.

AsienBearbeiten

 
Das Attentat auf Qin Shihuangdi
  • Nachdem der Kronprinz des chinesischen Staates Yan mit Hilfe des aus Wei stammenden Jing Ke ein erfolgloses Attentat auf Qin Shihuangdi, den Herrscher von Qin unternommen hat, reagiert dieser mit einer Invasion in Yan, dessen Hauptstadt im selben Jahr erobert wird. Der Binnenstaat Qin erlangt damit einen Zugang zum Meer.

KatastrophenBearbeiten

GestorbenBearbeiten