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2. U-Flottille

Die 2. Unterseebootsflottille, kurz 2. U-Flottille, war ein militärischer Verband der ehemaligen deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg

GeschichteBearbeiten

In Kiel und WilhelmshavenBearbeiten

Die Flottille, auch als U-Bootsflottille „Saltzwedel“ bekannt, wurde am 1. September 1936 in Kiel unter dem Kommando von Fregattenkapitän Werner Scheer gebildet und war nach Oberleutnant zur See Reinhold Saltzwedel, einem U-Boot-Kommandanten des Ersten Weltkriegs, benannt. Die Flottille wurde nach wenigen Wochen nach Wilhelmshaven verlegt. Im Herbst 1940 wurde mit der Verlegung der Flottille nach Lorient begonnen. Gemeinsam mit der 6. U-Flottille wurde die 2. U-Flottille gebildet.

In LorientBearbeiten

Schon Anfang Juni 1940, noch weit vor Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen, hatte Karl Dönitz, der Befehlshaber der Unterseeboote (BdU) die französischen Atlantikhäfen auf ihre Verwendbarkeit als U-Bootstützpunkte hin inspizieren lassen.[1] Relativ geringe Schäden und eine Lage außerhalb der Erreichbarkeit für britische Flugzeuge gaben den Ausschlag dafür, dass der Stab des BdU sich in Lorient einrichtete. Am 15. August weihte die Kriegsmarine hier ihre erste Werft im besetzten Frankreich ein: die „U-Boot-Reparaturwerft Lorient“, eine Außenstelle der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven.[2] Im Juni verlegte die 2. U-Flottille endgültig nach Lorient. Von da an bis zur Auflösung der Flottille im August 1944, als die Basis in Lorient aufgegeben werden musste, blieb sie dort stationiert. Die verbliebenen Boote wurden anschließend nach Norwegen verlegt.

FlottillenchefsBearbeiten

Zugewiesene BooteBearbeiten

U-Bootsflottille „Saltzwedel“Bearbeiten

  1. U 25
  2. U 26
  3. U 27
  4. U 28
  5. U 29
  6. U 30
  7. U 31
  8. U 32
  9. U 33
  10. U 34
  11. U 35
  12. U 36

2. U-FlottilleBearbeiten

  • über die Aufstellungszeit von 1939 bis 1944 waren insgesamt fast 90 U-Boote der Flottille zugeordnet.

Siehe auchBearbeiten

Anmerkungen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. K. Dönitz „Zehn Jahre und Zwanzig Tage“ (Bernard&Graefe, 1985), S. 109
  2. L. Hellwinkel: „Hitlers Tor zum Atlantik“ (Ch.Links, 2012), S. 57

LiteraturBearbeiten

Lars Hellwinkel: Hitlers Tor zum Atlantik. Die deutschen Marinestützpunkte in Frankreich. Ch. Links, Berlin 2012, ISBN 978-3-86153-672-7.