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Zäsur (Geschichte)

Grenze zwischen zwei Zeitepochen

Eine Zäsur bezeichnet in der Geschichtsforschung einen markanten Einschnitt, also die Grenze zwischen zwei Zeitepochen.

Auf anderen Ebenen geschichtlicher Entwicklung bezeichnet man merkliche Einschnitte durch Ereignisse, welche die weitere Entwicklung merklich beeinflussten, ebenfalls als Zäsur. So spricht man zum Beispiel von einer Zäsur in der Stadtgeschichte, in einer Firmengeschichte oder von einer Zäsur in der Laufbahn einer Person.

BeispieleBearbeiten

Beispiele für Zäsuren für die moderne Gesellschaft sind etwa die Oktoberrevolution 1917 bzw. das Ende des Ersten Weltkrieges 1918, das Ende des Zweiten Weltkrieges 1945, die Wende 1989 in der DDR, die zur deutschen Wiedervereinigung führte oder die Terroranschläge am 11. September 2001.

Ein Beispiel in der Antike war etwa die Diktatur Sullas ab 82 v. Chr. Weitere Beispiele für Zäsuren in der Neuzeit sind das Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648, die Französische Revolution 1789 oder der Wiener Kongress 1815, der zur Neuordnung Europas nach der napoleonischen Ära führte.

WeblinksBearbeiten