Wynonna Judd

US-amerikanische Country-Sängerin

Wynonna Judd (* 30. Mai 1964 in Ashland, Kentucky; eigentlicher Name Christina Ciminella) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin, die ihre Karriere Mitte der 1980er Jahre als Teil des Duos The Judds begann.

Wynonna Judd bei einem Konzert

AnfängeBearbeiten

Wynonna und ihre jüngere Schwester Ashley wurden nach der Scheidung ihrer Eltern von ihrer Mutter aufgezogen. Ein paar Jahre lebte die Familie in Los Angeles, bevor sie nach Kentucky zurückkehrte. Als Wynonnas gesangliches Talent entdeckt wurde, zog die Familie weiter nach Nashville, in das Zentrum der Country-Musik.

1983 erhielten Mutter Naomi Judd und Tochter einen Schallplattenvertrag vom renommierten RCA-Label. Als The Judds starteten sie eine der erfolgreichsten Karrieren in der Geschichte der Country-Musik. Insgesamt wurden 14 Nummer-1-Hits eingespielt und mehrere mit Platin ausgezeichnete Alben veröffentlicht. Das erfolgreiche Duo wurde mit Auszeichnungen geradezu überschüttet. Unter anderem erhielten sie fünf Grammys. 1990 erkrankte Naomi an Hepatitis und musste sich aus dem Musikgeschäft zurückziehen.

SolokarriereBearbeiten

Wynonna startete ihre Solokarriere 1992 mit dem Album Wynonna, von dem insgesamt mehr als fünf Millionen Exemplare verkauft wurden, gleichbedeutend mit fünf Mal Platin. Außerdem wurden drei Nummer-1-Singles ausgekoppelt. Auch ihr nächstes Album, das 1993 erschienene Tell me Why, war erfolgreich und erhielt Platin, genauso wir das Album Revelation. Das Album The Other Side und das Videoalbum Her Story: Scenes from a Lifetime erreichten noch Gold.

1995 folgte eine Babypause. Da sie den Vater ihres Sohnes erst nach der Geburt heiratete, zog sie sich Kritik aus konservativen Kreisen zu. Man warf ihr vor, ein schlechtes Vorbild zu sein. Die Ehe wurde 1997 geschieden.

1996 erreichte sie mit To Be Loved by You erneut Platz eins der Country-Charts. Es war ihr letzter großer Erfolg als Solistin. Am Silvesterabend 1999 trat sie erstmals wieder mit ihrer Mutter Naomi auf. Im Jahr 2000 wurde eine gemeinsame Reunion Tournee absolviert. 2003 veröffentlichte sie erneut ein erfolgreiches Album: What the World Needs Now Is Love. Im selben Jahr heiratete sie ihren Bodyguard. 2005 nahm sie mit Huey Lewis das Duett I’m not in Love Yet auf, das auf dem Album Plan B von Huey Lewis & the News erschien.

Der Musikstil Wynonna Judds ist stark von Blues und traditionellem Rock (Roots Rock) durchdrungen.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  US   Coun­try
1992 Wynonna US4
 
×5
Fünffachplatin

(86 Wo.)US
Coun­try1
(128 Wo.)Coun­try
1993 Tell Me Why US5
 
Platin

(54 Wo.)US
Coun­try1
(76 Wo.)Coun­try
1996 Revelations US9
 
Platin

(26 Wo.)US
Coun­try2
(57 Wo.)Coun­try
1997 The Other Side US38
 
Gold

(19 Wo.)US
Coun­try5
(36 Wo.)Coun­try
2000 New Day Dawning US40
(7 Wo.)US
Coun­try5
(28 Wo.)Coun­try
2003 What the World Needs Now Is Love US8
(19 Wo.)US
Coun­try1
(68 Wo.)Coun­try
2006 A Classic Christmas US53
(5 Wo.)US
Coun­try10
(12 Wo.)Coun­try
Weihnachtsalbum
2009 Sing: Chapter 1 US37
(3 Wo.)US
Coun­try5
(17 Wo.)Coun­try
2016 Wynonna & the Big Noise US162
(1 Wo.)US
Coun­try14
(5 Wo.)Coun­try

LivealbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  US   Coun­try
2005 Her Story: Scenes from a Lifetime US25
(6 Wo.)US
Coun­try2
(18 Wo.)Coun­try

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  US   Coun­try
1997 Collection US72
(10 Wo.)US
Coun­try9
(61 Wo.)Coun­try
2010 Love Heals US32
(6 Wo.)US
Coun­try6
(17 Wo.)Coun­try

Weitere Kompilationen

  • 2018: All-Time Greatest Hits

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   US   Coun­try
1992 She Is His Only Need
Wynonna
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
I Saw the Light
Wynonna
DE76
(6 Wo.)DE
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
No One Else on Earth
Wynonna
US83
(12 Wo.)US
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
My Strongest Weakness
Wynonna
Coun­try4
(20 Wo.)Coun­try
1993 Tell Me Why
Tell Me Why
DE56
(11 Wo.)DE
US77
(4 Wo.)US
Coun­try3
(20 Wo.)Coun­try
Only Love
Tell Me Why
Coun­try3
(20 Wo.)Coun­try
Is It Over Yet
Tell Me Why
Coun­try6
(20 Wo.)Coun­try
Let’s Make a Baby King
Tell Me Why
Coun­try61
(1 Wo.)Coun­try
1994 Rock Bottom
Tell Me Why
Coun­try2
(20 Wo.)Coun­try
Girls with Guitars
Tell Me Why
Coun­try10
(20 Wo.)Coun­try
1996 To Be Loved by You
Revelations
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
Heaven Help My Heart
Revelations
Coun­try14
(20 Wo.)Coun­try
My Angel Is Here
Revelations
Coun­try44
(10 Wo.)Coun­try
Somebody to Love You
Revelations
Coun­try55
(6 Wo.)Coun­try
1997 When Love Starts Talkin’
The Other Side
US98
(2 Wo.)US
Coun­try13
(20 Wo.)Coun­try
Come Some Rainy Day
The Other Side
Coun­try14
(20 Wo.)Coun­try
1998 Always Will
The Other Side
Coun­try45
(10 Wo.)Coun­try
Woman to Woman
Tammy Wynette Remembered
Coun­try62
(8 Wo.)Coun­try
Freedom
Prince of Egypt: Nashville
Coun­try68
(4 Wo.)Coun­try
1999 Can’t Nobody Love You (Like I Do)
New Day Dawning
Coun­try31
(20 Wo.)Coun­try
2000 Going Nowhere
New Day Dawning
Coun­try43
(13 Wo.)Coun­try
2003 What the World Needs
What the World Needs Now Is Love
US70
(8 Wo.)US
Coun­try14
(20 Wo.)Coun­try
Heaven Help Me
What the World Needs Now Is Love
Coun­try37
(15 Wo.)Coun­try
2004 Flies on the Butter (You Can’t Go Home Again)
What the World Needs Now Is Love
Coun­try33
(18 Wo.)Coun­try
mit Naomi Judd
2005 Attitude
Her Story: Scenes from a Lifetime
Coun­try40
(14 Wo.)Coun­try
2005 Santa Claus Is Coming to Town
A Classic Christmas
Coun­try54
(1 Wo.)Coun­try

Weitere Singles

  • 1993: Father Sun
  • 1997: Making My Way
  • 2004: I Want to Know What Love Is
  • 2005: Rescue Me
  • 2009: I Hear You Knocking
  • 2009: Sing
  • 2009: When I Fall in Love
  • 2011: Love It Out Loud
  • 2013: Something You Can't Live Without
  • 2016: Cool Ya’
  • 2016: Ain’t No Thing

GastbeiträgeBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  US   Coun­try
1993 A Bad Goodbye
No Time to Kill
US43
(11 Wo.)US
Coun­try2
(20 Wo.)Coun­try
1994 Girl Thang
Without Walls
Coun­try67
(9 Wo.)Coun­try
1997 Mary, Did You Know?
The Gift
Coun­try55
(2 Wo.)Coun­try
2015 Hearts I Leave Behind
Coun­try30
(1 Wo.)Coun­try
mit Pete Scobell Band

VideoalbenBearbeiten

  • 2002: Music in High Places: Live from Venice
  • 2005: Her Story: Scenes from a Lifetime (US:  Gold)

QuellenBearbeiten

  1. a b c d e Chartquellen: DE US
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US

WeblinksBearbeiten

Commons: Wynonna Judd – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien