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Wood-Lampe

Schwarzlichtlampe zur Erkennung diverser Hauterkrankungen
Wood-Lampe

Die Wood-Lampe ist eine spezielle Lampe, die in erster Linie langwellige Ultraviolettstrahlung (Schwarzlicht/ UV-A) und nur in geringem Maße sichtbares Licht im blauvioletten Bereich des Farbspektrums abgibt. Die Wood-Lampe wurde nach dem US-amerikanischen Physiker Robert Williams Wood benannt, der sie 1903 entwickelte. Sie dient im medizinischen Bereich der Dermatologie der Früherkennung verschiedener Hauterkrankungen. In der Rechtsmedizin kann sie beispielsweise zum Nachweis von Blut und Sperma eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

EinsatzbereicheBearbeiten

DermatologieBearbeiten

Mit dem Einsatz der Wood-Lampe in der Dermatologie lassen sich fluoreszierende Krankheitsherde und Pigmentveränderungen auf der Haut begutachten. Bei bestimmten Dermatophyten kommt es im abgedunkelten Raum zu einer gelbgrünen Fluoreszenz, die durch Tryptophan-Metabolite dieser Pilze verursacht wird. Diese Untersuchungsmethode wurde 1925 von Margarot und Deveze[1] in die mykologische Diagnostik eingeführt. Auch bakterielle Erreger wie Pseudomonaden und Propionibacterium acnes führen zu einer Fluoreszenz. Corynebacterium minutissimum führt zu korallenrotem Leuchten.[2]

NeuropädiatrieBearbeiten

Die Wood-Lampe ermöglicht bzw. verbessert die Früherkennung von richtungsweisenden Pigmentveränderungen bei neurokutanen Syndromen wie beispielsweise den white spots (weißen Flecken) bei Tuberöser Sklerose (Tuberöse-Sklerose-Komplex).[3]

RechtsmedizinBearbeiten

In der Forensik können unter dem Licht der Wood-Lampe durch die Fluoreszenz von Blut und Sperma derartige Spuren sichtbar gemacht werden.[4] Allerdings hat diese Nachweismethode auf Grund von einigen deutlichen Beschränkungen und Mängeln nur eine eingeschränkte Zuverlässigkeit.[5][6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. J. Margarot und P. Deveze: Aspect de quelques dermatoses en lumière ultraparaviolette — note préliminaire. In: Bulletin de la Société des sciences médicales et biologiques de Montpellier. Band 6, 1925, S. 375–378.
  2. Andere Bakterien - Erythrasma. In: Otto Braun-Falco, Helmut Heinrich Wolff: Dermatologie und Venerologie. Springer, 2005, ISBN 3-540-40525-9, S. 115 (bei Google-books).
  3. R. M. Caplan: Medical uses of the Wood’s lamp. In: JAMA. Band 202, 1967, S. 123–126.
  4. A. Fiedler, M. Benecke et al.: Detection of Semen (Human and Boar) and Saliva on Fabrics by a Very High Powered UV-/VIS-Light Source. In: Open Forensic Science Journal 1. 2008, S. 12–15 (PDF-Datei (Memento vom 17. August 2014 im Internet Archive)). Detection of Semen (Human and Boar) and Saliva on Fabrics by a Very High Powered UV-/VIS-Light Source (Memento des Originals vom 17. August 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lumatec.de Forensischer Artikel zur Anwendung von UV-Licht zur Erkennung von Sperma
  5. K. A. Santucci, D. G. Nelson, K. K. McQuillen, S. J. Duffy, J. G. Linakis: Wood's lamp utility in the identification of semen. In: Pediatrics. Dezember 1999, Band 104, Nr. 6, S. 1342–1344, PMID 10585986.
  6. Bernd Herrmann, Francesca Navratil: Medizinische Diagnostik bei sexuellem Kindesmissbrauch. In: Kinder- und Jugendarzt. 36. Jahrgang, 2005, Nr. 3, S. 186: Forensische Befunde. (PDF-Datei)