Der Windows Script Host (WSH) (früher: Windows Scripting Host) ist in Windows-Betriebssystemen eine COM-basierte Laufzeitumgebung für Skriptsprachen.

Der WSH lässt sich seit Windows 95 und Windows NT 4.0 verwenden, seit Windows 98 SE und Windows 2000 wird er standardmäßig installiert.

Der Script Host wurde entwickelt, um Anwendern und insbesondere Administratoren die Möglichkeit zu geben, häufig wiederkehrende Vorgänge zu automatisieren. Während Unix, OS/2 und andere Systeme schon lange mit ausgereiften Programmiersprachen gesteuert werden konnten, boten die frühen Microsoft-Betriebssysteme (DOS mit und ohne Microsoft Windows 3.0, Microsoft Windows 3.1, Windows NT 3.5x) nur die sehr begrenzte Steuerungsmöglichkeit mittels Batch-Programmierung.

Der WSH kann selbst keine Skripte ausführen, sondern verwendet sogenannte Script Engines. Diese Script Engines lassen sich wiederum in andere Programme bzw. Bibliotheken (z. B. Internet Explorer, Microsoft Office, Active Server Pages, …) einbinden, wodurch diese ebenfalls zu Script Hosts werden. Mit dem WSH werden Script Engines für die Programmiersprachen JScript und VBScript mitgeliefert. Weitere Programmiersprachen für den WSH lassen sich nachinstallieren.

Aus Sicherheitsgründen ist es auch möglich, den WSH abzuschalten, denn Malware (z. B. Ransomware) verwendet ihn relativ häufig.[1]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas Rieske: Windows Script Host (WSH) als Verbreitungsweg für Malware deaktivieren. In: Computerwoche. IDG Business Media GmbH, 15. August 2018, abgerufen am 13. Juni 2019: „Um den Windows Script Host (WSH) auszuschalten, starten Sie zuerst den Registrierungs-Editor über das Kommando regedit.exe. Wechseln Sie anschließend zum Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE. Jetzt navigieren Sie zu Software\Microsoft\Windows Script Host\Settings. Der erforderliche Eintrag Enabled fehlt standardmäßig, was nach Microsoft-Lesart bedeutet, dass der WSH aktiviert ist. [...] Um das zu ändern, müssen Sie als Erstes im oben genannten Pfad unter Settings einen DWORD-Eintrag mit dem Namen Enabled anlegen. Den vorgegebenen Wert 0 akzeptieren Sie einfach. Zum Schluss beenden Sie den Registry-Editor und starten Ihren Computer neu.“