William Mollerup

dänischer Historiker

Arthur William Julius Mollerup (* 19. September 1846 in Kopenhagen; † 23. April 1917 in Klampenborg) war ein dänischer Historiker.

William Mollerup (1899), Fotografie von Sophus Juncker-Jensen

LebenBearbeiten

Herkunft und FamilieBearbeiten

Williams war ein Sohn des Juristen Joachim André Mollerup (1817–1852) und der Anna, geborene Kieler (1821–1892). Er hatte aus seiner 1879 geschlossenen Ehe mit Caroline Susanne Ewald Rothe (1856–1938) acht Kinder, darunter die Tänzerin Asta Mollerup (1881–1945) und der Architekt Tyge Mollerup (1888–1953).

WerdegangBearbeiten

Mollerup besuchte bis 1866 die Metropolitanskolen. Sein Studium der Geschichte schloss er 1872 als magister artium ab. Kurzzeitig arbeitete er anschließend in Stockholmer Archiven. 1874 begab er sich nach Italien, wo er ein Jahr lang Sekretär beim dänischen Konsulat war. Hiernach bestritt er seinen Lebensunterhalt in Kopenhagen als Lehrer für Geschichte und Geographie sowie als publizierender Historiker.

Unter anderem wirkte am Supplementet der Regesta Danica (1876) oder der 3. Ausgabe des Nordisk Konversationslexikon (1887) mit. Seine Dissertation Daenemark’s Beziehungen zu Livland, 1346–1561 wurde 1884 ins Deutsche übersetzt.[1] Zu seinen Hauptwerken wird auch der 1. Teil der Familiengeschichte Bille Bille-Ættens Historie (1893) gezählt.

Er war seit 1881 korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Russlands und von 1896 an Mitglied der Königlich Dänischen Gesellschaft für die Geschichte des Patriotismus.

Nach verschiedenen einschlägigen Stationen wurde er 1898 Direktor der Sammlung Rosenborg und als solcher Leiter des Nationalen Geschichtsmuseums im Schloss Frederiksborg. Diese Stellung hatte er bis 1910 inne.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Daenemark’s Beziehungen zu Livland, 1346–1561.