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Werner Jungeblodt (* 5. August 1922 in Dortmund; † 19. August 1999) war ein deutscher Jurist. Er war von 1966 bis 1969 Vorsitzender der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM).

LebenBearbeiten

Werner Jungeblodt, Sohn des Zahnarztes Clemens und Martha Jungeblodt, studierte Rechtswissenschaften und wurde zum Kriegsdienst (Oberfähnrich zur See) eingezogen. Erst nach Kriegsende konnte er sein Studium beenden. Er war Amtsgerichtsdirektor in Dortmund. 1970 wurde er Vorsitzender Richter am Dortmunder Binnenschiffahrtsgericht.[1]

Er war zudem seit 1949 als freier Filmjournalist tätig, unter anderem für film-dienst, Tageszeitungen, u. a.[2] 1966 wurde er vom Bundesinnenminister zum hauptamtlichen Vorsitzenden der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften berufen. 1969 wurde Rudolf Stefen sein Nachfolger.[3][4][5]

Er hatte verschiedene Ehrenämter inne, darunter Vorstandsmitglied der Bischöflichen Hauptstelle für Katholische Rundfunkarbeit in Deutschland und Mitglied der katholischen Filmkommission. Er galt als einer der „spontansten, kenntnisreichsten und beharrlichsten Wegbereiter der katholischen Filmkritik“.[2]

Er engagierte sich für zahlreiche Sozialprojekte im Heiligen Land. 1973 wurde Werner Jungeblodt vom Kardinal-Großmeister Maximilien Kardinal de Fuerstenberg zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 8. Dezember 1973 im Kölner Dom durch Lorenz Kardinal Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, in den Orden investiert. Zuletzt hatte er den Rang eines Offiziers in dem Päpstlichen Laienorden inne.

Werner Jungeblodt war seit 1954 verheiratet und hatte 5 Kinder.

QuellenBearbeiten

  • Wer ist wer?: Das Deutsche who's who, Band 18, Societäts-Verlag 1974, Seite 484
  • Die Bundesrepublik Deutschland Staatshandbuch: Landesausgabe Land Nordrhein-Westfalen, C. Heymanns 1981, Seite 243

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Henryk M. Broder: Wer hat Angst vor Pornografie?, Melzer 1970, Seite 154
  2. a b Tum Tode des Kritikers und Film-Enthusiasten Werner Jungeblodt, Zum Film-Dienst 1999(Band 52, Ausgaben 14–26), eingesehen am 3. August 2015
  3. Geschichte der BPjM. (Nicht mehr online verfügbar.) BPjM, archiviert vom Original am 7. August 2015; abgerufen am 3. August 2015.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespruefstelle.de
  4. Werner Jungeblodt. Der Spiegel 40/1966, abgerufen am 3. August 2015.
  5. An Jungeblodt, Werner, Amtsgerichtsrat, Dortmund: Glückwunsch für die Übernahme der Leitung der Bundesprüfstelle (Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz) in der Deutschen Digitalen Bibliothek, abgerufen am 3. August 2015.