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Wareneinkauf

Als Wareneinkauf wird der Teil der Beschaffungslogistik bezeichnet, der sich mit dem Erwerb der für die Produktion oder das Lager des Unternehmens notwendigen Güter beschäftigt.

Im Produktionsbetrieb unterscheidet man in Produktionsgüter und Hilfsstoffe. Die einzukaufenden Materialien werden wiederum in A-, B- und C-Materialien unterschieden. Für den Einkäufer hat diese Klassifizierung Einfluss auf die Intensität der für die Beschaffung notwendigen Vorarbeiten.

Für einen Automobilproduzenten wird das zu verarbeitende Blech zum Beispiel ein A-Material darstellen, die in der Produktion verwendeten Abdeckfolien eventuell ein C-Material. Der Materialeinkäufer braucht ein detailliertes Wissen über das zu beschaffende Material. Er sollte in der Lage sein, einen qualifizierten Preisspiegel zu erstellen. So ist die Qualität der angebotenen Produkte ein wichtiges Kriterium. Als eines der besten Werkzeuge des Einkäufers hat sich eine gut gepflegte relationale Datenbank herauskristallisiert. Dort werden die Lieferanten mit dem jeweiligen Lieferangebot, den Zahlungskonditionen, Bewertungen und Ansprechpartner gespeichert.

Der Wareneinkauf ist in den letzten Jahren stark in die Kritik gekommen, da Preisdruck und Globalisierung ein entscheidender Faktor in der Beschaffung nicht nur internationaler Konzerne darstellt - siehe Lopez-Effekt.

Immer mehr Firmen haben sich daher entschlossen, ethische Grundprinzipien in ihre Einkaufsvorschriften zu übernehmen.