Wakhi (Sprache)

indogermanische Sprache

Wakhi (Wakhi: وخی) ist eine iranische und damit indogermanische Sprache,[1] die im Wachankorridor, also in der Grenzregion zwischen Afghanistan, Pakistan, Tadschikistan und China von den ethnischen Wakhi gesprochen wird.[2]

Wakhi (وخی)

Gesprochen in

Afghanistan Afghanistan, Pakistan Pakistan, China Volksrepublik Volksrepublik China, Tadschikistan Tadschikistan
Sprecher 58.000 (1992–2012 geschätzt)[1]
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache in -
Sprachcodes
ISO 639-3

wbl[3]

Geografische VerbreitungBearbeiten

Wakhi wird im Wakhankorridor in Afghanistan, Pakistan, Tadschikistan und China gesprochen.

AfghanistanBearbeiten

In Afghanistan sprechen rund 18.000 Menschen Wakhi,[3] vor allem im Distrikt Wakhan der Provinz Badachshan.

TadschikistanBearbeiten

In Tadschikistan sprechen rund 16.000 Menschen Wakhi,[4] hauptsächlich im Süden der autonomen Provinz Berg-Badachschan.

ChinaBearbeiten

In China wird Wakhi im Autonomen Kreis Taxkorgan der Provinz Xinjiang gesprochen. Iranische Völker werden als "Tadschiken" zusammengefasst, Wakhi ist nach Sarikoli die meistgesprochene iranische Sprache Chinas.[5]

PakistanBearbeiten

In Pakistan wird Wakhi im Norden des Landes gesprochen, eine genaue Sprecherzahl ist unbekannt. Die meisten Wakhi leben im Sonderterritorium Gilgit-Baltistan, welches auch von Indien beansprucht wird, und im Distrikt Chitral (Provinz Khyber Pakhtunkhwa). Ethnologue schätzte die Sprecherzahl 2016 auf 20.000.[2]

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Glottolog 4.3 - Wakhi. Abgerufen am 17. Oktober 2020.
  2. a b Wakhi. In: Ethnologue. Abgerufen am 17. Oktober 2020 (englisch).
  3. Afghanistan. Abgerufen am 17. Oktober 2020 (französisch).
  4. Tadjikistan: Situation générale et données démolinguistiques. Universität Quebec, abgerufen am 17. Oktober 2020 (französisch).
  5. Sabine Felmy: The Voice of the Nightingale: A Personal Account of the Wakhi Culture in Hunza. Oxford University Press, 1996, ISBN 978-0-19-577599-0 (google.de [abgerufen am 17. Oktober 2020]).