Vorschubantrieb

Der Vorschubantrieb ist ein Antrieb, der bei einer Werkzeugmaschine für die Vorschubbewegung eines Werkzeugs oder Werkstücks verantwortlich ist.

Metall-Fräsmaschine bei der Werkstoffbearbeitung – das Werkzeug wurde durch einen Vorschubantrieb über das Werkstück geführt.

Der Vorschubantrieb reguliert die Vorschubgeschwindigkeit , die konstant oder veränderlich sein kann oder zu einem positionsgenauen Anfahren des Werkstücks an das Werkzeug führt. Dabei können abhängig von den konkreten Anforderungen unterschiedliche Motoren und Getriebe verwendet werden. Bei einer konstanten Vorschubgeschwindigkeit kommen in der Regel Asynchronmotoren zum Einsatz. Weitere verwendete Motortypen sind Schrittmotoren, Synchronmotoren, Linearmotoren oder Torquemotoren. Der Vorschub und die Drehzahlanpassung erfolgt in der Regel über elektronische Regelungen, daneben können jedoch auch mechanische Getriebe wie Zahnradgetriebe zur Einstellung der Drehzahl Verwendung finden.

Die meisten Motoren erzeugen eine Rotationsbewegung, die in eine lineare Bewegung für den Vorschub umgewandelt werden muss. Die Umfangsgeschwindigkeit kann beispielsweise durch ein aus Gewindespindeln oder Zahnstangen bestehendes Getriebe in eine Vortriebsgeschwindigkeit umgewandelt werden.

LiteraturBearbeiten

  • Rico Emmler, Hans-Jürgen Gittel, Thorsten Leps, Maximilian Ober, Frieder Scholz, André Wagenführ: Holzbearbeitung. In: André Wagenführ, Frieder Scholz: Taschenbuch der Holztechnik. Fachbuchverlag im Carl Hanser Verlag, Leipzig 2008; S. 285 ff. ISBN 978-3-446-22852-8.