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Verkehrsstation Wien Aspern Nord

Station der U-Bahn Wien

Die Verkehrsstation Wien Aspern Nord ist eine auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern am Nordrand der Seestadt Aspern befindliche Gemeinschaftsstation. Sie besteht aus der Bahnstation Wien Aspern Nord[1] der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) an der Marchegger Ostbahn (Bahnstrecke Wien–Bratislava) und der U-Bahn-Station Aspern Nord der Wiener Linien an der U-Bahn-Linie U2. Sie befindet sich im 22. Wiener Gemeindebezirk, Donaustadt, und bindet die Seestadt Aspern ebenso wie die U-Bahn-Station Seestadt an den öffentlichen Verkehr an.

Wien Aspern Nord
S-Bahn Aspern Nord a.jpg
Daten
Betriebsstellenart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung St H2
Eröffnung 1. Oktober 2018
Lage
Stadt/Gemeinde Wien
Bundesland Wien
Staat Österreich
Koordinaten 48° 14′ 4″ N, 16° 30′ 16″ OKoordinaten: 48° 14′ 4″ N, 16° 30′ 16″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich

Aspern Nord
U-Bahn Wien.svg
U-Bahn-Station in Wien
Aspern Nord
Basisdaten
Bezirk: Donaustadt (22. Bezirk)
Koordinaten: 48° 14′ 4″ N, 16° 30′ 16″ O
Eröffnet: 5. Oktober 2013
Gleise (Bahnsteig): 2 (Mittelbahnsteig)
Nutzung
Linie(n): U2
Umsteigemöglichkeiten: REX R S-Bahn Wien 89A 95A 99A 99B

Inhaltsverzeichnis

BaugeschichteBearbeiten

Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2011. Mit der endgültigen Fertigstellung der Gemeinschaftsstation ÖBB/U2[1] entsteht ein Übergangspunkt zwischen den ÖBB mit dem S-Bahn- (S80), dem Regional- sowie dem Fernverkehr der Bahnstrecke Wien–Bratislava (Marchegger Ostbahn) und dem U-Bahn-Netz der Wiener Linien mit der Linie U2. Die Verkehrsstation wird von städtischen und regionalen Autobuslinien angefahren werden.

Es wurden zwei parallel zueinander liegende Mittelbahnsteige (für U-Bahn und ÖBB-Schienenverkehr) errichtet, die über eine Bahnhofspassage miteinander verbunden sind. Die Länge der ÖBB-Bahnsteige beträgt 190 Meter. An der Südseite der Station liegt der Haupteingang. Daran angeschlossen werden der Busbahnhof und eine Park-and-Ride-Anlage sein, deren Aufgabe es sein soll, den Individualverkehr vom Autobahnzubringer Spange Flugfeld Aspern der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) auf den öffentlichen Verkehr zu verlagern.

Als U-Bahn-Station war der Verkehrsknotenpunkt Teil der vierten Ausbaustufe der Wiener U-Bahn und entstand im Zuge der Verlängerung der Linie U2 von der Aspernstraße zur Seestadt Aspern.[2]

Die beiden genannten U-Bahn-Stationen wurden am 5. Oktober 2013 eröffnet;[3] Die ÖBB-Station Wien Hausfeldstraße wurde am 30. September 2018 geschlossen, die Bahnstation Wien Aspern Nord hat am 1. Oktober 2018 den Betrieb als Ersatzstation aufgenommen. Die Station Wien Aspern Nord übernahm, neben Wien Stadlau, die Übergangsfunktion zwischen U-Bahn und Regionalbahn. Die S80 endete bis Anfang Dezember 2018 vorerst noch in der Haltestelle Wien Erzherzog-Karl-Straße.[4]

BilderBearbeiten

AusgestaltungBearbeiten

Zweimal wurde in Aspern Weltgeschichte geschrieben: Im Jahr 1809 siegte hier Erzherzog Karl über Napoleon Bonaparte, und im Jahr 1912 eröffnete das Flugfeld Aspern, der damals größte und modernste Flughafen Europas. Mit Bezug auf diese Ereignisse installierte der bayerische Künstler Stephan Huber in der U-Bahn-Station zwei großformatige Wandbilder an den beiden Stirnseiten des Bahnsteigs. Das Bild Aspern Affairs (1809) auf der westlichen Wand basiert auf einer Karte des Großraums Wien, die jedoch surreal verfremdet ist und im Stil einer Collage durch unzählige wahre, falsche und ironische Informationen ergänzt wurde; der rechte Bildteil beschäftigt sich mit der Schlacht bei Aspern. Das Wandbild Aspern Affairs (1912) an der östlichen Stirnwand beschäftigt sich im gleichen Stil mit dem Flugfeld Aspern und mit der Geschichte Wiens in dieser Zeit. Die Bilder sind jeweils 10 × 6 Meter groß. Sie wurden vom Künstler am Computer erstellt und dann auf Fotopapier ausgedruckt und hinter Glas kaschiert. An den längsseitigen Oberlichten des Bahnsteigs befindet sich die Installation Lebenslinien, ebenfalls von Stephan Huber. Bunte, beschriftete Streifen sollen die Lebenszeiten einiger prominenter Personen grafisch darstellen. Die Linien wurden durch Einbrennlackierung auf die Glasflächen aufgebracht.[5]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Wien Aspern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b ÖBB-Projektbezeichnung: Gemeinschaftsstation ÖBB/U2 beim Flugfeld Aspern, siehe: Großraum Wien: Hausfeldstraße – Baumaßnahmen im Zuge der Errichtung. (Memento des Originals vom 13. Juni 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oebb.at Informationsseite der ÖBB Infrastruktur AG, abgerufen am 23. Oktober 2011.
  2. Seestadt Aspern: Karte des Ausbaus der U2 (jpg). (Memento des Originals vom 6. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aspern-seestadt.at
  3. U2-Verlängerung: Von der Stummellinie zur Geister-U-Bahn. derStandard.at, 4. Oktober 2013, abgerufen am 5. Oktober 2013.
  4. ÖBB-Station Hausfeldstraße: Letzter Zug fährt am 30. September. 18. September 2018, abgerufen am 28. September 2018.
  5. Aspern Affairs. KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, 2013, abgerufen am 5. März 2017.
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