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Industriepalast im Jahr 2007

Výstaviště Praha ist ein Ausstellungsgelände, das im siebten Stadtbezirk von Prag unweit der Station Holešovice der Metrolinie C liegt. Das Areal dient als Veranstaltungsort für Messen, Konzerte, Kulturveranstaltungen und den Frühlingsjahrmarkt Matějská pouť. In der unmittelbaren Umgebung liegt ein Park, der den Pragern unter dem Namen Stromovka bekannt ist. Das Ausstellungsgelände hat eine Fläche von 36 ha.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Křižíks Licht-Brunnen im Jahre 1891
 
Achterbahn, Frühlingsjahrmarkt Matějská pouť

Das Ausstellungsgelände im Stadtteil Holešovice entstand 1891 anlässlich der Prager Jubiläumsausstellung 1891 (Jubilejní zemská výstava), aus deren Anlass auch der Aussichtsturm Petřín, die Petřín-Standseilbahn, die Letná-Standseilbahn und schließlich mit der Elektrischen Bahn von Belvedere auch die erste elektrifizierte Bahnstrecke in den böhmischen Ländern entstanden.

Mittelpunkt des Ausstellungsgeländes ist der im Jugendstil errichtete Industriepalast (Průmyslový palác) mit neobarocken Elementen. Dieser entstand nach Plänen der Architekten Bedřich Münzberger und František Prášil und wurde am 15. März 1891 eröffnet.[2] Das Bauwerk war damals mit Baukosten von 500.000 Goldmünzen das teuerste Gebäude auf dem Gelände. Die Bauausführung unterlag der První českomoravská strojírna Kolben-Daněk in Zusammenarbeit mit der Baufirma des Architekten František Víška und nahm trotz schlechter Witterungsbedingungen nur fünf Monate in Anspruch. Die Eisenkonstruktion des Bauwerks hatte ein Gewicht von 800 Tonnen, die Eisenträger ragten bis in die Höhe von 38 Metern empor. Bei dem Gebäude handelte es sich um eines der in den böhmischen Landen in Eisenträgerbauweise entstandene Bauwerke. Architektonisch schließt der Bau die Výstavní třída (Ausstellungsstraße) ab, an der sich auch der Veletržní palác befindet. Zu den Attraktionen des Geländes gehörte auch die elektrisch beleuchtete Křižíkova fontána, die in den 1990er Jahren erneuert wurde. Während der Ausstellung zwischen dem 15. Mai und 18. Oktober 1891 besuchten 2,5 Millionen Besucher das Gelände.

In der Zeit des Kommunismus wurde das Gelände zu Ehren von Julius Fučík in na „Park kultury a oddechu Julia Fučíka“ umbenannt und der Průmyslový palác trug den Namen „Sjezdový palác“.

Am Abend des 16. Oktobers 2008 brach im linken Flügel des Průmyslový palác ein Brand aus. Der Gebäudeteil wurde durch die Flammen vollständig zerstört. Der Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf den Mittelbau und den Rest des Komplexes verhindern.[3] Brandursache war ein Elektrogerät.

Das Gelände war von der Stadt Prag langfristig an die Gesellschaft Incheba Praha vermietet. Seit 2015 verwaltet die Výstaviště Praha a. s. das Areal, die zur Gänze im Eigentum der Stadt Prag steht.

ArealBearbeiten

 
Lapidarium
 
Post-Pavillon

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Výstaviště Praha Holešovice. Newbalkan.com. Abgerufen am 16. Oktober 2008.
  2. Průmyslový palác (Tschechisch) Pražská informační služba. 29. Februar 2008. Abgerufen am 16. Oktober 2008.
  3. Na pražském Výstavišti vypukl požár, shořelo křídlo Průmyslového paláce (Tschechisch) Mladá fronta Dnes. 16. Oktober 2008. Abgerufen am 17. Oktober 2008.

Koordinaten: 50° 6′ 17″ N, 14° 25′ 51″ O