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Die UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1948 fanden am 22. August wie vor zehn Jahren im niederländischen Valkenburg statt.

RenngeschehenBearbeiten

37 Berufsfahrer gingen an den Start der 266,8 Kilometer langen Rennstrecke, und wie vor zehn Jahren wurde die elfprozentige Steigung zum Cauberg für die meisten Aktiven zum unüberwindlichen Handicap. Der 1500 Meter lange Anstieg musste 28 Mal bewältigt werden, 27 Fahrer stiegen vorzeitig aus. Der Zieleinlauf wurde zu einem Duell zwischen dem Belgier Albéric Schotte und dem Franzosen Apo Lazarides, das der 28-jährige Schotte mit einem Vorsprung von zehn Metern für sich entschied. Er hatte ein Durchschnittstempo von 35,8 km/h. Der Dritte, Lucien Teisseire, ebenfalls aus Frankreich, hatte bereits einen Rückstand von fast vier Minuten. Auch die nachfolgenden Fahrer kamen mit großen Rückständen ins Ziel, der Letzte, Huub Syen aus den Niederlanden, erreichte mit 14 Minuten Rückstand das Ziel.

Bei den Amateuren, die 180 Kilometer zu fahren hatten, gewann nach 1921 (Gunnar Sköld) mit dem 31-jährigen Harry Snell zum zweiten Mal ein Schwede die Straßenweltmeisterschaft. Der Schwedische Meister fuhr ein Stundenmittel von 34,2 Kilometern.

Deutsche Fahrer waren nach wie vor von internationalen Rennen ausgeschlossen, da es zu dieser Zeit noch keinen nationalen Verband gab.

ErgebnisseBearbeiten

Profis (266,8 km)
Platz Athlet Land Zeit
1 Albéric Schotte Belgien  BEL 7:30:42 h
2 Apo Lazarides Frankreich 1946  FRA + 0:01 min
3 Lucien Teisseire Frankreich 1946  FRA + 3:41 min
4 Luciano Maggini Italien  ITA + 6:33 min
5 Marcel Dupont Belgien  BEL + 6:59 min
6 Mario Ricci Italien  BEL + 7:43 min
7 Ferdy Kübler Schweiz  SUI + 9:53 min
8 Vito Ortelli Italien  ITA + 13:00 min
9 Raymond Impanis Belgien  BEL + 13:00 min
10 Huub Syen Niederlande  NED + 14:24 min
Amateure (180 km)
Platz Athlet Land Zeit
1 Harry Snell Schweden  SWE 5:16:22 h
2 Liévin Lerno Belgien  BEL unbekannt
3 Olle Wänlund Schweden  SWE unbekannt

LiteraturBearbeiten

  • Helmer Boelsen: Die Geschichte der Rad-Weltmeisterschaft. Covadonga Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-936973-33-4, S. 48

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten