Hauptmenü öffnen

Trauerhalle

für Bestattungszeremonien bestimmtes Gebäude
Trauerhalle in Okriftel

Eine Trauerhalle ist ein für Bestattungszeremonien bestimmtes Gebäude, oft auf einem Friedhof. Im Hinblick auf kirchliche Bestattungen spricht man auch von einer Aussegnungshalle oder Friedhofskapelle, selbst wenn das Bauwerk nicht im Eigentum einer Kirche steht.

Inhaltsverzeichnis

FunktionBearbeiten

 
Aussegnungshalle des Münchner Nordfriedhofs

Die Trauerhallen dienen heute auch meistens zur Aufbewahrung der Toten, entweder in Kühlkammern oder in Kühlboxen. Im Gebäude befindet sich oft ein Abstellraum für Geräte, die zur Beerdigung benötigt werden, wie z. B. den Wagen zum Transport des Sarges, den Versenkmechanismus etc. Trauerhallen wurden in den letzten Jahrzehnten von kommunaler Seite aus auf fast allen Friedhöfen gebaut, da die Aufbahrung der Toten zu Hause nicht mehr erlaubt war. Doch auch private Unternehmen sind bei der Errichtung von Trauerhallen, die allen Konfessionen offenstehen und an keine zeitlichen Bedingungen des Friedhofbetriebes gebunden sind, beteiligt. Solche Einrichtungen werden in der Werbung oft Haus des Abschieds genannt.[1] Hier kann auch den unterschiedlich gearteten Trauerzeremonien der verschiedenen Religionen Rechnung getragen werden.

Manche Trauerhallen sind mit einem Glockenturm versehen.

BestimmungenBearbeiten

Die Verwendung der Trauerhalle wird durch die kommunalen Friedhofssatzungen geregelt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Trauerhallen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beitrag in der "Ärzte Zeitung" vom 8. Oktober 2007